Altes Relief glänzt wie neu

Holzkunst Zschopauer Verein restauriert Gedenktafel

Wie der Name schon sagt, rücken auch beim Weihnachtsbauverein Zschopau zur Adventszeit die festlichen Kunstwerke in den Mittelpunkt. Vieles dreht sich jetzt um Pyramiden, Räuchermännchen und Schwibbogen. Umso erfreuter sind drei Mitglieder darüber, dass sie ein anderes Projekt rechtzeitig abschließen konnten. Noch vor Einbruch des Winters wurde das am Zschopauer Anton-Günther-Platz angebrachte Holzrelief restauriert. In neuem Glanz zeigt es zwei Bergmänner, das Vereinswappen und den Titel von einem bekannten Lied des Volksdichters.

"Sis Feierohmd es Tagwark is vollbracht", steht nun wieder gut leserlich auf der großen Holzplatte. Doch bevor für René Hauswald, Fritz Pätz und Bernd Müller bei diesem Projekt Feierabend war, war kein Tagwerk gefragt. Vielmehr investierte das Trio mehrere Monate in die Restaurierung. "Es war mal wieder an der Zeit", sagt Pätz, denn die letzte Generalüberholung der 1938 eingeweihten Gedenkstätte lag schon einige Jahre zurück. 1997 hatte Günther Uhlmann das Original detailgetreu nachgeschnitzt. Doch seit der Anbringung 1998 hatte die Zeit erneut ihre Spuren am Holz hinterlassen. "Es war total verwittert", so der Vereinsvorsitzende. Um den gesamten Anton-Günther-Platz - so wie bis zur Wende - können sich die Schnitzer mittlerweile nicht mehr kümmern. Dafür fehlen Zeit und Personal. Doch das Holzkunstwerk liegt ihnen nach wie vor am Herzen. Also trockneten sie das Relief, schliffen es ab und lackierten es neu. Außerdem wurden Drahtleisten montiert und kleinere Veränderungen am Standort vorgenommen. "Das Relief ist jetzt hinterlüftet, sodass sich dort kein Wasser sammelt", erklärt Bernd Müller. Außerdem wurde im Stein ein Schutzblech angebracht.