Am Filzteich wird wieder angestaut

Reinigung Grundablass am Schneeberger Gewässer wurde inspiziert

Der Filzteich in Schneeberg füllt sich so nach und nach langsam wieder mit Wasser. Vor wenigen Tagen war die älteste Talsperre Sachsens nahezu trockengelegt worden, die vor drei Jahren eingesetzten Karpfen wurden abgefischt. Gezählt hat man über 300 Karpfen, die vom Gewicht her durchschnittlich rund fünf Pfund auf die Waage gebracht haben. Das Ablassen der Talsperre hat man nicht etwa allein wegen der Karpfenernte veranlasst. Nein. Ein wichtiger Grund war die Inspektion des Grundablasses, die behördlicherseits gefordert ist und in diesem Jahr wieder anstand. "Das Bauwerk musste innen komplett inspiziert werden, um festzustellen, ob alles in Ordnung ist", erklärt Badebetriebsleiter Thomas Sanftleben, der zum Team der Stadtwerke Schneeberg gehört. Mit einem Feuerwehrschlauch hat er alles ausgespült und gereinigt. Der Grundablass ist mittlerweile über 500 Jahre alt und muss in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gereinigt werden. Jetzt hofft man in Schneeberg, dass es in den nächsten Monaten genügend Niederschläge gibt, dass wieder Wasser in den Filzteich fließt. Man ist optimistisch, so Sanftleben, dass bis zur neuen Badesaison, die im Frühjahr 2016 am 7. Mai beginnen soll, der Vollstau der Talsperre wieder erreicht ist und dem Badevergnügen nichts mehr im Weg steht. Doch jetzt ist erst einmal Schluss mit Baden. Am Filzteich wird soweit alles winterfest gemacht. Geplant ist jetzt noch die Sanierung des sechs Meter hohen Sprungturms am Filzteich. Die Sprunggrube wurde jetzt mit ausgebaggert: Dort hat man gut 50 Kubikmeter Schlamm entfernt, der sich mit der Zeit angesammelt hatte.