Am Freitag geht es "que(e)r durch Sachsen"

Kultur Ausstellung widmet sich dem Thema Diskriminierung

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Martin Wunderlich von der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen in der Ausstellung in Schneeberg. Foto: R. Wendland

Schneeberg. Im Kulturzentrum "Goldne Sonne" in Schneeberg ist heute die Ausstellung "Ich bin kein Etikett" letztmalig zu sehen. Thema ist die Diskriminierung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen und die Heinrich Böll Stiftung Sachsen haben das Projekt in Kooperation mit der Partnerschaft für "Demokratie leben" in den Partnerkommunen Aue, Bad Schlema, Lößnitz und Schneeberg realisiert.

Martin Wunderlich referiert auf der Finissage

Beendet wird die Ausstellung am morgigen Freitag um 18 Uhr mit einer Finissage samt Vortrag zum Thema "Que(e)r durch Sachsen: Mobile Beratung im ländlichen Raum". Martin Wunderlich ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk Sachsen. Er sagt: "Es ist uns ein großes Anliegen, bewusst in den ländlichen Raum zu gehen und kleinere Orte aufzusuchen, um dort Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten."

Wunderlich fügt noch hinzu: "Wir wissen, dass Diskriminierung nicht nur ein Phänomen der großen Städte ist, sondern überall stattfindet. Wir wissen, wie prekär die Lage der betroffenen Menschen gerade außerhalb der großen Städte ist."

Wenn Mitmenschen mit Etiketten versehen werden

Es sei die Praxis, dass Leute ihren Mitmenschen mit Etiketten versehen egal, ob aufgrund ihres Namens und Verhaltens, ihrer Hautfarbe oder Neigungen. Vorurteile würden transportiert. Wunderlich sagt, es gehe um Respekt, Akzeptanz, Toleranz und Vielfalt und um das gesellschaftliche Miteinander.