Am Schlammloch war diesmal Schluss

Rund um Zschopau Frank Schneider im Pech

Es heißt, ein Schornsteinfeger bringe Glück im Amt. Frank Schneider selbst hatte aber in seiner Freizeit bei seinem 14. Einsatz bei "Rund um Zschopau" diesmal Pech. "Ich bin heil geblieben, das war und ist mir das Wichtigste. Ob ich jedoch noch einmal starte, steht in den Sternen geschrieben", so ein wenig enttäuscht das Fazit des Tageslizenzfahrers. Der Oberwiesenthaler Schornsteinfeger war am Samstagmorgen am Zschopauer Rathaus in den Wettkampf über zwei Runden in der Klasse Super Senioren an die Startrampe gegangen. Der 50-Jährige ist seit der Jahrtausendwende ununterbrochen mit Ausnahme des Jahres 2004 und 2012 beim Motorsportevent in Zschopau dabei - und gleichzeitig ehrenamtlich involviert. Frank Schneider hatte im Vorfeld selbst nicht nur beim Aufbau des Prologs mitgearbeitet, er war auch Streckenposten beim Prolog, der seit 2009 bereits Freitagabend den Auftakt zur zweitägigen Veranstaltung gibt. Genau wie sein 26-jähriger Sohn Steve, der als B-Lizenz-Fahrer in der Enduroszene sporadisch unterwegs ist, diesmal aber als Zuschauer unterwegs, um den Vater anzufeuern. "Es ging für mich gut los, sowohl am Skihang, als auch am Schlammloch in Börnichen habe ich mich gut durchgekämpft. Natürlich war es anstrengend - wie immer. Die Steilauffahrt am Steinbruch in Witzschdorf war klasse, die Zuschauer haben uns angefeuert. Das spornt natürlich an", sagte der gebürtige Hohndorfer. Doch in Altenhain am Schlammloch vor den Toren von Chemnitz sprang dem 50-Jährigen am hinteren Rad die Kette herunter, die sich zu allem Übel auch noch vorn ins Ritzel verklemmte. "Der Wettkampf war für mich damit vorbei", sagte Frank Schneider, der sich nichtsdestotrotz anschließend unter die Ehrenamtlichen mischte, die sich an den Rückbau des Prologs machten.