Amethyst-Gewölbe: Die neue Schatzkammer auf Schloss Wolkenstein

Neue Attraktion lockt seit dieser Woche Besucher in die historischen Gemäuer

Wolkenstein

Eine neue Attraktion lockt seit Anfang dieser Woche Touristen aufs Schloss Wolkenstein. Die Rede ist vom Amethyst-Gewölbe, das besonders interessante Exemplare dieses Minerals zeigt. Schon seit 1995 gab es auf Initiative von Sammler Bernd Lahl eine kleinere Sonderausstellung zu diesem Thema. Nun wird Wolkenstein seinem Ruf als „Land der Amethyste“ noch mehr gerecht, zumal das Amethyst-Gewölbe erst der Anfang sein soll. „Dies ist der erste von drei Räumen, die künftig für die Ausstellung genutzt werden sollen“, erklärt Museologin Sandra Dürschmied.

Sammler liefern die Grundlage

Grundlage der Ausstellung ist die riesige Amethyst-Sammlung von Jens Häusler und Ronny Gimpel, die per Schenkung an das Schloss gegangen ist. „Aus den Hunderten von Exemplaren haben wir 33 besonders schöne herausgesucht“, sagt Sandra Dürschmied über das Projekt, an dessen Umsetzung auch Museumsgestalter Prof. Jochen Voigt großen Anteil hatte. Ganz bewusst wurde der neu hergerichtete Raum dunkel gehalten, um so die unterschiedlichen Farben der Amethyste mithilfe von kleinen Scheinwerfern noch besser zur Geltung zu bringen.

Seit Jahrhunderten im Fokus

Laut Sandra Dürschmied ist Wolkenstein prädestiniert für solch eine Ausstellung, da der Ort und seine Umgebung schon sehr lange für seine variationsreichen und farbintensiven Amethyste bekannt ist. Historische Dokumente belegen, dass schon im 16. Jahrhundert sächsische Kurfürsten Edelstein-Inspektoren ins Erzgebirge entsandten, um intensive Erkundungen vorzunehmen. Auch an anderen Orten begann später der Abbau, doch Wolkenstein stach aufgrund der tief violetten Färbung des Minerals immer hervor. „Außerdem liegt der Ort im Mittelpunkt der Abbaugebiete“, nennt Sandra Dürschmied einen weiteren Grund, warum sich das Museum nun besonders intensiv diesem Thema widmet.

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