Amtsberg muss gegen Straßenlärm vorgehen

Lärmschutz Geräusche von der B 174 wurden zuvor untersucht

amtsberg-muss-gegen-strassenlaerm-vorgehen
Foto: Getty Images/iStockphoto/io_nia

Dittersdorf. Alle Jahre wieder muss auch die Gemeinde Amtsberg den von der nahe gelegenen Bundesstraße 174 ausgehenden Verkehrslärm und dessen Auswirkungen auf die Einwohner untersuchen. Das schreibt eine Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Lärm vor. Da die B 174 jährlich ein Verkehrsaufkommen von mehr als drei Millionen Fahrzeugen aufweist, ist auch die Gemeinde verpflichtet die Geräuschbelästigung durch die Transitstrecke zu ermitteln.

Bei der sogenannten Lärmkartierung wurde die Situation auf der B 174 tagsüber sowie nachts ermittelt. Als belästigend und gesundheitsschädigend gilt Lärm tagsüber ab einer Grenze von 65 Dezibel (db) und nachts von 55 db. Jedoch wurde der Lärm nicht tatsächlich an der Straße gemessen, berichtete Bürgermeister Sylvio Krause im Gemeinderat. Die vorliegenden Ergebnisse seien Werte, die am Computer ermittelt wurden, so Krause.

Kommune ist nun verpflichtet

Dabei wurde deutlich, dass so gut wie kein Amtsberger vom Verkehrslärm der Bundesstraße betroffen ist. Keiner falle unter die Grenzwerte, so der Bürgermeister. Lediglich zwei Häuser im oberen Ortsteil von Dittersdorf, in der Nähe des Kreisverkehrs zur B 174, befänden sich in der Nähe der Grenzwerte. Dies betreffe insgesamt drei Einwohner, sagte Krause. Doch auch dort werde der Grenzwert nicht überschritten.

Dennoch ist die Kommune nun verpflichtet, einen Lärmaktionsplan zu erstellen und somit etwas gegen die lauten Verkehrsgeräusche zu unternehmen. Aber hier befände sich Amtsberg in einem Dilemma, meint der Bürgermeister. "Wir müssen einen solchen Plan zwar erstellen, können ihn aber gar nicht umsetzen, da uns die Straße nicht gehört." Zuständig für die B 174 sei das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Mit diesem Straßenlastträger wolle man sich nun zusammensetzen.