Amtsberg will Schulden loswerden

Information Am Montag soll in der Gemeinde der neue Haushalt beschlossen werden

amtsberg-will-schulden-loswerden
Das alte Weißbacher Rathauses soll abgerissen werden. Dafür hat die Kommune Fördermittel erhalten. Foto: Sandra Häfner

Amtsberg. Am kommenden Montag will die Gemeinde Amtsberg ihren Haushalt für das laufende Jahr beschließen. In dem Zahlenwerk sollen nicht nur die Investitionen für 2018 in der Kommune aufgelistet sein. Auch die Einnahmen und Ausgaben sowie die Schulden und ihre Tilgung werden in dem Papier festgehalten. Im Gemeinderat nannte Kämmerer Tilo Müller die wichtigsten Eckdaten des Etats, der das Arbeiten der Gemeindeverwaltung bis zum Jahresende bestimmen soll.

Was sind die größten Posten?

Ausgaben von etwa 5,6 Millionen Euro stehen dabei Einnahmen von rund 5,7 Millionen Euro gegenüber. Der größte Posten bei den Aufwendungen stellen die Personalkosten in Höhe von etwa 2,4 Millionen Euro dar. Davon entfallen 1,5 Millionen Euro auf die Angestellten in den Kitas. Eine weitere große Ausgabe ist die Umlage, die Amtsberg an die Kreisverwaltung zu zahlen hat. Dafür wurden 811.000 Euro fällig. "Das ist einer der größten Ausgabeposten", so der Kämmerer.

Von den mehr als fünf Millionen Euro Schulden der Gemeinde sollen in diesem Jahr 191.000 Euro getilgt werden. Der Kämmerer mahnte, künftig stärker an die Abzahlung der Verbindlichkeiten zu denken, da die Zinsen wieder steigen und somit höhere Ausgaben fällig werden könnten. Doch Müller weiß auch, was höhere Tilgungsraten bedeuten: "Dann kann die Gemeinde weniger investieren."

1,9 Millionen Euro Steuern fließen in den Ort

An Schlüsselzuweisungen des Landes, die sich an der Höhe der Einwohnerzahl orientieren, erhält Amtsberg in diesem Jahr rund 1,1 Millionen Euro. Aus Steuern fließen 1,9 Millionen Euro in die Gemeindekasse. Vor allem die Einkommenssteuer, die das Land überweist und die sich an den Einkommen der Einwohner bemisst, sei hoch, sagt Bürgermeister Sylvio Krause. Die Auszahlungen für Baumaßnahmen betragen laut Kämmerer rund 2,5 Millionen Euro.