Amtsberger Kampfsportler sorgen für Furore

Karate Verein Goju-Kai überzeugt mit 70 Medaillen und guter DM-Organisation

Amtsberg. 

Amtsberg.Rund 380 Karateka aus zahlreichen Bundesländern haben am vergangenen Wochenende in der Halle des Chemnitzer Sportforums um die Medaillen der Deutschen Meisterschaft gekämpft. Mitorganisator dieses Wettkampfes war ein junger Verein aus Amtsberg, der zwar keine Kämpfer am Start hatte, sich aber dennoch viel Lob verdiente.

"Wir wollen uns im Karateverband Anerkennung erarbeiten", sagt Daniel Vetters. Der 31-Jährige ist der Vorsitzende des Goju-Kai Amtsberg, der erst vor drei Jahren gegründet wurde. Mit der Austragung der nationalen Titelkämpfe ist der Verein definitiv bekannter geworden, denn für den reibungslosen Ablauf der beiden Wettkampftage gab es viel Lob.

 

Großes Interesse am Verein und Ergeiz am Sport führte zu vielen erfolgreichen Kämpfen

 

Aber auch intern ist eine rasante Entwicklung zu erkennen. Der Goju-Kai, der zuvor zu einem Kemtauer Verein gehörte und in Einsiedel trainierte, suchte 2016 eine neue Trainingsstätte. Fündig wurde er in Amtsberg, wo das Interesse in der Bevölkerung sofort groß war. Viele Kinder schnupperten in den Übungseinheiten mal hinein - und bleiben dem Karate treu. "Inzwischen zählen wir rund 50 Mitglieder", sagt Vetters. Während einige ältere Sportler sich nur fit halten wollen, gehen vor allem die Kinder besonders ehrgeizig zu Werke, und der Trainingsfleiß zahlt sich bei Wettkämpfen aus.

"Insgesamt konnten wir im vergangenen Jahr 70 Medaillen gewinnen", berichtet der Trainer, der sich mit seinen Schützlingen auf die Kumite-Kampfform konzentriert. Mit Tilmann Voigt stellt der Verein einen sächsischen Vizemeister in der U 12. Auch in der U 10 erkämpfte mit Moritz Friedel ein Amtsberger Edelmetall auf Landesebene. Auch zu internationalen Turnieren reist Daniel Vetters mit seinen Schützlingen. Er hofft sogar, dass der Verein in zehn Jahren bei der Europameisterschaft vertreten ist.