Andacht zum Vers

Das Wort zum Sonntag von Wolfgang Frech

Zur Adventszeit gehören die vielen Adventslieder, die uns oft seit Kindertagen vertraut sind. "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", "Es ist ein Ros' entsprungen" oder "Tochter Zion, freue dich" - diese und andere Lieder erklingen nicht nur in Kirchen, sondern auch auf den Straßen und Plätzen oder in Einkaufszentren. Doch nicht die Adventslieder sind so populär. Jochen Klepper veröffentlichte 1938 ein Adventslied, das mit folgender Strophe beginnt: "Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern! Auch wenn zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein."

Angst und Pein - das soll ein Adventsstern sein? Ja, aber Angst und Pein und alles andere, was das Leben belasten kann, bleiben ja nicht einfach stehen, sondern sie werden von Christus, dem Morgenstern, beschienen. Angst und Pein werden nicht aufgehoben oder ausgelöscht, aber sie werden von Christus in ein neues Licht getaucht. Auf vielfältige Weise wollen uns die Adventslieder die Botschaft dieser Zeit vermitteln. In einem kleinen Adventskalender unter www.kirche-lugau.de gibt es täglich eine kurze Andacht zu einem Vers aus einem Adventslied.