Angela Merkel startet Wahlkampf in Sachsen

Aktion Die Bundeskanzlerin erklärt ihre Politik

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CDU-Bundestagskandidat Alexander Krauß überreicht der Kanzlerin ein Martin-Luther-Maskottchen. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-Buchholz. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag auf dem Annaberger Markt den CDU-Wahlkampf in Sachsen eingeläutet. Laut Veranstalter waren etwa 1.800 Menschen gekommen, darunter viele Anhänger der Kanzlerin, aber auch an die 150 Gegendemonstranten die mit Trillerpfeifen und lautstarken Rufen die Veranstaltung störten. Für Angela Merkel war der Auftritt im beschaulichen Erzgebirge alles andere als ein Spaziergang.

Merkel räumt Fehler ein

Zu den Protestlern sagte sie: "Manche können nur schreien, manche wollen etwas bewegen, andere rufen nur. Das unterscheidet uns von denen, die nicht wissen was sie wollen, nur was sie nicht wollen." Maria Hennig aus Chemnitz war eigens nach Annaberg-Buchholz gekommen und schimpfte: "Ich bin auch nicht mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin einverstanden, aber was hier abgeht, das kann nicht sein. Schließlich muss man doch miteinander reden können und nicht nur schreien."

In punkto Flüchtlingspolitik und Grenzöffnung 2015 räumte Angela Merkel Fehler ein und erklärte: "2015 war eine schwierige Zeit und viele fragen sich' was wird aus uns, sind wir noch wichtig oder sind nur die Flüchtlinge wichtig? Ein Jahr wie 2015 soll und darf sich nicht widerholen. Wir müssen in den Flüchtlingslagern helfen und die Fluchtursachen bekämpfen."

Förderung von Familien im Vordergund

Die EU bezeichnete die Kanzlerin als ein Friedensprojekt und kündigte im Sinne des Wahlkampfmottos der CDU "Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben" die zukünftigen Ziele an. Dazu gehört vor allem auch die Förderung von Familien. So sollen Kindergeld und Kinderfreibetrag erhöht werden. Mit einem "Baukindergeld" will die Union dafür sorgen, dass Familien sich zukünftig Wohneigentum leisten können."