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Annaberg-Buchholz: Es ist Baustart im Markus-Röhling-Stolln

Bergbau Neuer Rundgang soll entstehen

Annaberg-B. 

Annaberg-B./Frohnau.Im Frohnauer Markus-Röhling-Stolln kann es mit der untertägigen Erweiterung des Besucherbergwerkes losgehen. Am Freitag wurde die Bautafel aufgestellt und das heiß für Marc Schwan, den Vorsitzenden des Vereins Altbergbau "Markus-Röhling-Stolln" und sein Team: "Wenn die Bautafel aufgestellt ist, ist Baubeginn. Als erstes werden die zusätzlichen Elektrokabel verlegt, die Voraussetzung, dass Ende Januar, Anfang Februar mit den bergmännischen Arbeiten begonnen werden kann. Als nächstes erfolgt die Gleiserweiterung in der bereits vorhandenen Strecke. Dann kann der Vortrieb beginnen und es werden 22 Meter neu aufgefahren." Nach zirka 13 Monaten Bauzeit soll der Rundgang fertig sein. Möglich ist dies dank einer Patronatserklärung der Stadt Annaberg-Buchholz sowie eines Förderbescheids der Landesdirektion Sachsen. Die Kosten betragen rund 1,5 Millionen Euro. 85 Prozent davon werden von Bund und Land gefördert. Der Verein selbst trägt die Summe von 190.000 Euro. Mit dem Projekt sollen unter anderem Schauwert, Attraktivität und Sicherheit erhöht, die touristischen Angebote, aber auch die Vermittlungs- und Bildungsangebote verbessert und die Besucherzahlen gesteigert werden. Auch dem Markus-Röhling-Stolln macht die Corona-Krise und die damit einhergehenden Schließung zu schaffen. Doch für Marc Schwan steht fest: "Schon die alten Bergleute sind, wenn die Erzadern versiegt waren, auf Hoffnung gefahren. Das tun auch wir. Mein Wunsch wäre es, dass wir wieder in normale Bahnen kommen, den Weg aus der Corona-Krise finden, aber auch als Gesellschaft die Spaltung überwinden."