Annaberg punktet mit FSJ-Modell

Sozial 12 Jugendliche leisten in Annaberg den Freiwilligendienst

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Linda Neuber absolviert ihr FSJ in Annaberg-Buchholz. Fabian Wincierz ist beim Träger "Freiwillig im Erzgebirge" beschäftigt. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Über 5.000 Jugendliche und Erwachsene engagieren sich sachsenweit in einem Freiwilligendienst. Das Einsatzspektrum reicht von klassischen sozialen Feldern über Kultur, Sport und Politik bis hin zur Denkmalpflege und zu ökologischen Diensten.

In Annaberg berufliche Neigungen testen

Schulabgänger haben heutzutage vielseitige Möglichkeiten ihren beruflichen Einstieg zu wählen. Was aber, wenn man noch nicht weiß oder unsicher ist, wohin die Reise gehen soll oder wenn man einfach nach der Schule praktische Erfahrungen sammeln und dabei etwas lernen will. Dann entscheiden sich viele junge Leute für ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ).

Seit Jahren gibt auch die Stadt Annaberg-Buchholz Jugendlichen die Chance, im Rahmen des FSJ ihre Neigungen zu testen und sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Dazu informiert Stadtsprecher Matthias Förster: "Im abgelaufenen Jahr nahmen vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2017 zwölf Jugendliche, davon drei Jungen und neun Mädchen am FSJ teil.

FSJ´ler tauschen Erfahrungen aus

Sie arbeiteten in Kindertagesstätten, Horten sowie der Kinderbibliothek, sammelten dort zahlreiche Erfahrungen und erhielten aufschlussreiche Einblicke in einzelne Berufsfelder und Tätigkeiten." Während der FSJ-Zeit gab es ergänzend zur Arbeit an 30 Tagen interessante Seminare sowie Exkursionen und Besichtigungen.

Anlässlich der offiziellen Verabschiedung empfing OB Rolf Schmidt die Teilnehmer zu einem Erfahrungsaustausch. Dabei gaben die Jugendlichen Einblicke in ihre FSJ-Zeit, die jedem von ihnen viel gebracht hat. Einige wollen künftig im sozialen Bereich arbeiten.

Rolf Schmidt bestärkte die Jugendlichen in ihrem Berufswunsch und wies auf zahlreiche Perspektiven im Erzgebirge hin: "Wir brauchen junge Leute, wir brauchen Fachkräfte in unserer Region." Koordiniert wird das städtische FSJ-Projekt von der Gleichstellungsbeauftragten Ursula Mornhinweg.