Annaberger Jobcenter zieht positive Bilanz

Soziales Anzahl an Leistungsempfängern von Arbeitslosengeld II hat sich halbiert

Annaberg-Buchholz. 

Annaberg-Buchholz. 104 und damit ein Viertel der 407 Jobcenter in Deutschland werden als Kommunale Jobcenter der Landkreise beziehungsweise der kreisfreien Städte betrieben. Im Jahr 2012 nahm auch das Kommunale Jobcenter Erzgebirgskreis seine Arbeit auf.

Am Dienstag informierten die Verantwortlichen im Landratsamt über Stationen der erfolgreichen Vermittlung der Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II, auch als Hartz IV bekannt. In den sechs Jahren seines Bestehens kann das Jobcenter auf eine positive Bilanz zurückblicken. Frank Reißmann ist der Leiter der Abteilung Soziales und Ordnung im Landratsamt und hat zugleich die Verantwortung für das Kommunale Jobcenter.

Gesamtpaket an Leitungen und Lösungen

Er ist sich der kritischen Begleitung durch die Bevölkerung bewusst und er und sein Team kennen auch ganz genau das Spannungsfeld von intensiver Betreuung, Beratung sowie Nachbetreuung. Doch die positive Statistik spricht für sich und für Frank Reißmann steht fest: "Das Jobcenter bietet ein Gesamtpaket an Leistungen und Lösungen an. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, Sozialpolitik aktiv vor Ort zu gestalten und unterstützen Menschen dabei, eigenverantwortlich zu leben." So wurden von 2012 bis 2018 insgesamt 31.775 Bürger in Arbeit und Ausbildung integriert. Bei 9.664 Bürgern unterstützt das Jobcenter die Teilnahme an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen oder am Einstieg in die Erwerbstätigkeit durch Lohnkostenzuschüsse.

Gutes Netzwerk für Eingliederung und Integration

Gab es 2012 im Schnitt noch 18.460 Bedarfsgemeinschaften mit 31.871 Personen, so waren es 2018 nur noch 9.922 Bedarfsgemeinschaften mit 16.726 Frauen und Männern. Das heißt: Die Anzahl hat sich quasi halbiert. Landrat Frank Vogel lobte dabei die "kommunale Familie", denn nur mit einem guten Netzwerk können Eingliederung und Integration gelingen. In der Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Gesundheitsdienst, sozialen Hilfen, doch vor allem auch mit den Kommunen wird eine nachhaltige Unterstützung gegeben.