Anschlag auf geplante Unterkunft

Politik Gewalttaten nehmen weiter zu

Es ist kaum zu fassen, dass es Menschen gibt, die selbst an Weihnachten nicht vor Anschlägen zurückschrecken. Laut einer Mitteilung der Polizeidirektion haben am Morgen des 26. Dezember vier unbekannte Personen die geplante Asylunterkunft Am Sauwald mit Molotow-Cocktails beworfen. Durch den eingesetzten Wachschutz konnten die Brandsätze gelöscht werden. Der Sachschaden blieb gering und verletzt wurde niemand.

Die erzgebirgischen Grünen zeigen sich erschüttert über den Brandanschlag auf das Naturschutzzentrum Dörfel, welches als temporäre Notunterkunft von Flüchtlingen bezogen werden soll. Dazu sagt die Kreisvorsitzende Ulrike Kahl: "Die Tat reiht sich ein in eine ganze Serie rassistisch motivierter Gewalttaten im Kreisgebiet, deren Zunahme in höchstem Maße besorgniserregend ist. Die Tat zeugt von einer beispiellosen Enthemmung und Verrohung eines Teils unserer Mitbürger. Selbst zu Weihnachten schrecken die Täter nicht davor zurück, ihrer menschenverachtenden Gesinnung mittels Brandanschlägen Nachdruck zu verleihen. Das 'Weihnachtsland Erzgebirge' mit seiner viel zitierten Volksfrömmigkeit hat viel von seinem Glanz verloren und ist dabei, diesen Ruf vollends zu verlieren. Diese rassistische Gesinnung führt dazu, unseren Landstrich zu einer gesellschaftlichen Wüste zu machen."

Als Kreisvorsitzender des DGB Erzgebirge hofft Michael Willnecker: "Ich wünsche mir, dass wir Menschen zur Vernunft kommen, aus der Geschichte lernen, damit nicht die gleichen Fehler wiederholt werden. Kriege sollen beendet werden und Frieden herrschen. Ich wünsche mir mehr Besonnenheit, gegenseitiges Verständnis und einen respektvollen Umgang miteinander." ru/pm