Antrag geht mit neuer Struktur ins Rennen

Montanregion 79 Bestandteile auf 17 zusammengefasst

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Matthias Kreibich freut sich, dass die Bergbaulandschaft Ehrenfriedersdorf zu den Bestandteilen gehört. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Der Welterbeantrag zur "Montanregion Erzgebirge/ Krusnohori" wurde von den Mitgliedern des Vereins "Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V." in neuer Struktur bestätigt. Neu heißt: Die drei grundsätzlichen Empfehlungen von ICOMOS, dem Internationalen Denkmalrat in Paris, wurden final umgesetzt.

So soll die Nominierung vor allem durch die Zusammenfassung von Bestandteilen gestärkt werden. Für Matthias Kreibich, Geschäftsführer des Besucherbergwerkes Ehrenfriedersdorf, heißt das im Klartext: "Bergwerke, Pochwerke und Hütten gehören zusammen. Dazu kommen Technik und Innovation."

Landrat a.D. Volker Uhlig, der dem Welterbeverein für den Landkreis Mittelsachsen vorsteht, betont: "Zweifelsfrei - die Chance auf eine Einschreibung in die Welterbeliste erforderte Kompromisse, die den Antrag in seiner neuen Struktur aber in Summe stärken und die Empfehlungen von ICOMOS im Kern umsetzen. Es war uns wichtig, auch für diejenigen Städte und Gemeinden eine Lösung zu finden, die aufgrund der neuen Struktur keine unmittelbaren Welterbe-Bestandteile mehr besitzen."

Im jetzigen Ergebnis wurden die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile hauptsächlich durch Verbindung der Kernzonen und gemeinsamer untertägiger Bergbaustrukturen auf nun 17 zusammengefasst. Einzelne Objekte wurden herausgelöst. Sieben von 32 Mitgliedskommunen sind betroffen, die nun keinen eigenständigen Bestandteil mehr haben, deren Objekte aber als "assoziierte Stätten" weiterhin im Welterbeantrag eingebunden bleiben.

Und so geht es weiter: Im September erfolgt die Übergabe des Antrages an die UNESCO. Am 1. Februar 2018 muss der Antrag in Paris vorliegen. Danach beginnt erneut das mehrstufige Prüfverfahren. Gibt es eine positive Empfehlung, besteht berechtigte Hoffnung auf die Einschreibung in die UNESCO-Welterbeliste im Sommer 2019.