Anwohner beteiligen sich an Abwasseranschluss-Bau

Bauvorhaben Zweckverband investiert in Dorfchemnitz

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Geschäftsführer Dr. Frank Kippig (l.) von den Wasserwerken Westerzgebirge mit Dietmar Jahn (Mitte) und Lothar Lötzsch von der Interessengemeinschaft. Foto: Carsten Wagner

Dorfchemnitz. Ungewöhnlich ist die Geschichte, die sich um den zentralen Abwasseranschluss in Dorfchemnitz rankt. Denn dort haben sich die Anwohner auf nicht alltägliche Weise in den Bau eingebracht und sich damit den Wunsch nach einem Zentralanschluss erfüllt.

"Bereits im Vorjahr wurden teils durch die Eigentümer und teils durch uns als Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge ein Abwassersammler im vorderen Teil der Siedlerstraße in Dorfchemnitz errichtet", erklärt Frank Kippig, Geschäftsführer des ZWW.

Baukosten liegen bei rund 60.000 Euro

Insgesamt seien damals fünf Hausanschlüsse entstanden. In diesem Jahr wurde im Bereich der Siedlerstraße 10 bis 20 in Dorfchemnitz auf Privatgrund ein Mischwassersammler errichtet. "Den Tiefbau hat die lnteressengemeinschaft in Eigenleistung erbracht. Den rohrtechnischen Teil, wichtige Schächte, die Hauptanbindung im öffentlichen Teil und die Trassenplanung hat der ZWW geleistet", sagt Kippig. Zusätzlich war es notwendig, dass die betroffenen Grundstückseigentümer dem Zweckverband für den Sammler ein Leitungsrecht gewähren.

Von diesem neuen Sammler profitieren fünf neue und fünf umgebundene Abwasserhausanschlüsse und damit 26 Einwohner. Das Schmutzwasser wird, laut ZWW-Geschäftsführer, über das neue System in den Verbindungssammler Zwönitz-Dorfchemnitz-Thalheim zugeleitet. Von dort aus geht es in die Zentralkläranlage Thalheim, wo es gereinigt wird. Die Baukosten, die dabei entstanden sind, liegen bei rund 60.000 Euro. Die Stadt Zwönitz beteiligt sich mit 15.000 Euro.