Anwohner fordern Tempo 30

Anregung Sanierung der Burkhardtsdorfer Straße in Adorf ergibt neues Problem

Adorf. 

Adorf. Ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, für eine Sache auch über Jahre hinweg zu kämpfen, haben einige Bürger der Gemeinde Adorf bewiesen. Bereits seit Anfang der 2000er Jahre kämpften unter anderem Bernd Jokisch und Harald Materne darum, dass die Burkhardtsdorfer Straße im oberen Ortsteil von Adorf saniert wird. Vor etwa 15 Jahren wurde bereits das Teilstück ab Ortsausgang bis Burkhardtsdorf erneuert, vor acht Jahren der untere Ortsteil. Die rund 600 Meter im oberen Ortsteil fanden allerdings keine Berücksichtigung, da die Abwasserfrage noch nicht geklärt war. Es stand die Frage im Raum, ob der obere Ortsteil ans Abwassernetz mit angeschlossen wird oder die Kläranlagen auf jedem Grundstück zu vollbiologischen Klärgruben umgebaut werden müssen. Vor sieben Jahren wurde jedoch schon beschlossen, dass jeder eine solche Klärgrube haben muss. Im April vergangenen Jahres wurde schließlich mit dem dritten Teil der Sanierung begonnen, die Baumaßnahme war im Oktober abgeschlossen. Damit konnte die geplante Bauzeit komplett eingehalten werden, die Grundstücke waren während dieser Zeit immer erreichbar.

"Leider wird weiterhin genauso schnell gefahren, wie es bereits vor der Sanierung der Fall war. Allerdings konnte der Straßenlärm durch die nicht mehr vorhandenen Schlaglöcher deutlich reduziert werden. Jetzt können wir morgens endlich einmal wieder ausschlafen", sagt der 73-jährige Bernd Jokisch. Um der Raserei ein Ende zu setzen, wünschen sich die Bürger eine Geschwindigkeitsanzeige, damit die Autofahrer darauf aufmerksam gemacht werden, wenn sie zu schnell unterwegs sind. Eine Alternative dazu wäre eine Tempo 30-Zone.

Zu der Anregung der Anwohner teilt die untere Verkehrsbehörde des Erzgebirgskreises mit, dass keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Burkhardtsdorfer Straße geplant sei.