Anwohner klagen über Falschparker

Konzept Parksünder ignorieren Verbotsschilder auf dem Zeller Berg in Aue

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Heinz Oeser fehlt das Verständnis für die vielen Parkverstöße in der Lindenstraße in Aue. Foto: Georg Dostmann

Aue. Wenn Heinz Oeser um sein Recht kämpfen würde, müsste er Angst haben, dass sein Auto beschädigt oder er verletzt wird. Seit etwa 15 Jahren wohnt der 67-Jährige in der Lindenstraße in Aue, seitdem hat er mit Problemen bei der Parkplatzsuche zu kämpfen. Vor ein paar Jahren wurde die Straße allerdings saniert, woraufhin zahlreiche Parkflächen für alle Anwohner gebaut wurden.

Er sagt: "Leider nutzen einige Bürger diese Möglichkeiten nicht. Stattdessen wird auf den Abstellflächen der Müllbehälter sowie auf abgesenkten Bordsteinen, die zur Straßenüberquerung für Rollstuhlfahrer sowie für Mütter mit Kinderwagen geschaffen wurden, geparkt."

Aus diesem Grund können die Müllkübel nicht ordnungsgemäß abgestellt werden, sodass diese zwischen den Autos Platz finden müssen. Dies hat wiederum zur Folge, dass Fußgänger die Straße nicht mehr zwischen den Autos überqueren können. Des Weiteren werden die Schwerbehindertenparkplätze oft von nicht schwerbehinderten Autofahrern genutzt.

Das Ordnungsamt kontrolliert viel zu selten

"Ich bin der Meinung, dass in der Lindenstraße viel zu selten vom Ordnungsamt kontrolliert wird. Als Beispiel: Anfang des Jahres habe ich ein Auto entdeckt, dass zwei Monate auf einem Schwerbehindertenparkplatz gestanden hatte, ohne auch nur einen Strafzettel zu bekommen", berichtet Heinz Oeser wütend. Vorfälle dieser Art zeigt der Rentner jedoch nicht mehr selbst an, da auf dem Bußgeldbescheid seine kompletten Personalien erfasst werden und die Falschparker seinen Namen und seine Adresse kennen würden.

Für die Zukunft wünscht sich Heinz Oeser, dass eine Konzeption zum Parken erarbeitet wird. Er sagt: "Ich könnte mir zum Beispiel das das Aufstellen von Pollern vorstellen, um das Parken an bestimmten Stellen zu untersagen."