Arbeitsagentur will Nachwuchs Berührungsängste nehmen

BerufsOrientierung Hortkinder besuchen Behörde

Aue. 

Aue . Berufsorientierung kann gar nicht früh genug beginnen - die Hortkinder der Auer AWO-Kindertagesstätte "Spatzennest" haben im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema "Berufe" der Agentur für Arbeit in Aue einen Besuch abgestattet. Sie konnten sich umschauen und im Stationsbetrieb eine ganze Menge über verschiedene Berufe erfahren. Spielerische Aspekte wie ein Memory gehörten dazu.

"Perspektivwechsel" schafft Verständnis

Die Kinder sind alle interessiert bei der Sache gewesen, genauso wie Nino Sciretta, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz, der zuvor die Einrichtung besucht hat. Und zwar im Rahmen der Aktion "Perspektivwechsel", bei der Behördenleiter in andere Institutionen gehen, um den Blick außerhalb des Agenturmanagements zu bekommen und ein stückweit Verständnis zu generieren, wie Sciretta erklärt: "Wir haben diesmal bewusst entschieden, nicht in die Pflege zu gehen, sondern dorthin, wo alles beginnt, zu den Kindern. Für mich war es interessant zu schauen, wie selbstbestimmt Kinder aufwachsen, was in Fragen der Berufsorientierung auf uns zukommt und worauf wir uns einstellen müssen. Auch wollte ich sehen, was in Fragen Inklusion bereits läuft."

Präsentation als moderner Dienstleister

Dass die Kinder jetzt zum Gegenbesuch in die Agentur gekommen sind, begrüßt Sciretta: "Wir kämpfen nach wie vor gegen ein Klischee als Stempelstelle und letzte Instanz, wenn es gar nicht anders geht. Wir wollen schon bei den Kindern Hürden wegräumen, Berührungsängste abbauen und uns als moderner Dienstleister präsentieren."