ARD-Wetterfrosch Sven Plöger gewährt Einblicke

Wirtschaft Diplom-Meteorologe zu Gast beim Wirtschaftsgespräch in Aue

ard-wetterfrosch-sven-ploeger-gewaehrt-einblicke
Guido Hunke, Initiator des Netzwerkes Sachsen (re.) hat in Kooperation mit den Stadtwerken Aue - Geschäftsführerin Dr. Barbara Neubert (Mitte) - ARD-Wetter-Moderator Sven Plöger (li.) zum Wirtschafts-Talk eingeladen. Foto: R. Wendland

Aue. Das Netzwerk Sachsen bringt Unternehmen der Region zusammen und bietet eine Plattform dafür, mit einander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Jedes Jahr veranstaltet das Netzwerk in Kooperation mit Partnern vor Ort sechs Wirtschafts-Talks. Die Zielgruppe sind Geschäftsführer und Führungskräfte von mittelständischen Unternehmen in Sachsen. Der erste Wirtschafts-Talk 2018 hat jetzt Aue sattgefunden - konkret in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Aue.

Wie wird aus einer Wetterprognose ein Bericht?

Beim Netzwerk Sachsen ist es üblich, dass man Vortragsredner einlädt, die über aktuelle und auch spannende Themen berichten. Diesmal hat der Verantwortliche Guido Hunke, Initiator des Netzwerkes Sachsen, ARD-Wetterfrosch Sven Plöger eingeladen. Teilnehmer des Wirtschafts-Talks haben durch ihn einen Blick hinter die Kulissen des TV-Wetterberichts im Ersten werfen können.

Der Diplom-Meteorologe und Klimaexperte hat unter anderem erklärt, wie aus einer Wetterprognose ein Bericht fürs Fernsehen wird. Plöger beteiligt sich seit vielen Jahren auch intensiv an den Diskussionen zum Klimawandel und zur Energiewende.

In Aue hat er die Zusammenhänge im Klimasystem der Erde dargestellt und den Blick geschärft dafür, dass man den Klimawandel als Herausforderung begreifen und endlich handeln müsse. Sven Plöger weiß, wovon der spricht: "Wetter kann mal so und mal so sein.

Auch in Zukunft gibt es schneereiche Phasen

Wetter ist variabel und es gibt immer wieder spannende Wetterlagen." Der 50-jährige hat erklärt, wie sich das tägliche, für uns Menschen fühlbare Wettergeschehen verändern kann und warum man damit rechnen muss, dass tatsächlich mehr Starkregen passieren kann und dass mehr Dürre-Phasen kommen können.

Auf die Region gesehen, sagt Plöger: "Auch in Zeiten eines wärmeren Klimas müsse man den Winter im Erzgebirge nicht dauerhaft absagen. Man merkt es in diesem Frühjahr und auch in Zukunft wird es weiterhin kalte und schneereiche Phasen geben, nur die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt ab."

Das bedeute aber nicht, dass durch die Variabilität nicht ein sehr schneereicher Winter kommen kann. "Die Welt wird insgesamt wärmer, das ist richtig. Es wird aber immer Gebiete geben, wo wir Kaltluft-Reservoirs haben", so Plöger.