Asyl in Schneeberg: Zahl der untergebrachten Personen ist gestiegen

Asyl Stadtchef hat in Anbetracht der aktuellen Lage eine Erwartungshaltung

Schneeberg. 

Schneeberg. Neben der Corona-Krise gibt es in Schneeberg ein zweites Thema, mit dem die Stadtverwaltung in den letzten Tagen konfrontiert war: die Erstaufnahme-Einrichtung in der ehemaligen Jägerkaserne. Die Belegungszahl, gerechnet ab Ende Januar, wo man bei 336 untergebrachten Personen lag, ist sukzessive gewachsen und hat sich in den letzten Tagen erhöht zunächst auf 380, weiter auf 458. Jetzt liegt man bei 450.

 

Der Zuwachs sei damit zu begründen, so Seifert, dass in den Einrichtungen in Dresden und Leipzig große Baumaßnahmen angelegen haben. Was die Nationalitäten angeht, so sind in Schneeberg Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Iran und Irak untergebracht. Transfers aus der Einrichtung heraus, dienen dem Zweck der Abschiebung oder der Verlegung in den kommunalen Bereich. Die Zuversetzung finde nach wie vor statt, das sei unstrittig, sagt Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert. Das könne keiner negieren. "Die Zuversetzungen, die nach Schneeberg erfolgen kommen aus Chemnitz, Dresden und Leipzig", so Seifert.

Asylsuchende werden auch auf Corona getestet

Schneeberg sei nach wie vor eine Außenstelle von Chemnitz und keine klassische Erstaufnahme: "Nach Schneeberg kommen die Menschen erst dann, wenn sie mindestens 14 Tage in Chemnitz, Dresden oder Leipzig waren. In den Erstaufnahme-Einrichtungen werden diese Menschen auch getestet unter anderem auf Corona. Davon kann man ausgehen." Aktuell, so die Information von Landesdirektion und Maltesern, setzt Deutschland die Flüchtlingsaufnahme aus. Ingo Seifert hat eine klare Erwartungshaltung: "Das, was momentan für alle Menschen im Land und auch in unserer Stadt gilt, soziale Kontakte weitgehend zu meiden, muss auch für die Menschen in der Erstaufnahme gelten. Ich denke man sollte die Transfers auf ein Minimum reduzieren und auch dort eine Lösung finden, was die nötigen Besorgungen angeht."