Asylanten in Amtsberg

Flüchtlingskrise Wohnung in Dittersdorf wird nächste Woche bezogen

Die erste von zwei Wohnungen für Flüchtlinge in Amtsberg wird nächste Woche bezogen. Eine Familie aus Syrien zieht in eine Wohnung im Ortsteil Dittersdorf. Die Frau und ihre drei älteren Kinder sind die ersten Asylbewerber, die in der Kommune unterkommen. Da es in Amtsberg so gut wie keinen freien Wohnraum gibt, konnte die Gemeinde dem Landratsamt bisher keine Hilfe bei der dezentralen Unterbringen der Schutzsuchenden anbieten. Wann die zweite Wohnung für Flüchtlinge in Schlößchen bezogen wird, konnte Bürgermeister Sylvio Krause noch nicht sagen. Er will die syrische Familie in Empfang nehmen. Um die neuen Einwohner sollen sich künftig auch ehrenamtliche Helfer kümmern. Dazu gab es im Rathaus ein Treffen mit Gemeinderäten und Kirchenvertretern. Derzeit sucht der Bürgermeister nach einem Arabisch sprechenden Dolmetscher, um sich mit der syrischen Familie verständigen zu können. Die Mieter in dem Haus, in dem die Schutzsuchenden einziehen werden, seien bereits verständigt, so Krause.

Er schaut derzeit besorgt in den Nachbarort Einsiedel. Dort plant das Land Sachsen, das ehemalige Pionierlager in eine Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge umzuwandeln. Die Gemarkungsgrenze zwischen Einsiedel und Dittersdorf verläuft laut Krause entlang des alten Pionierlagers. Deshalb bat er die Stadt Chemnitz, die den Bauantrag für die Umwandlung der Immobilie in eine Notunterkunft für Asylbewerber bearbeitet, Einblick in das Genehmigungsverfahren zu erhalten. Nachdem die Stadt die Unterlagen an die Gemeinde geschickt hatte, prüft das Amtsberger Bauamt die Papiere. Er sehe rechtlich aber keine Möglichkeit, gegen die Pläne des Landes vorzugehen, so Krause.