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Westsachsen

Auch das Zschopauer Adventsleuchten fällt Corona zum Opfer

Absage Hof von Schloss Wildeck bleibt an Adventssonntagen geschlossen

Zschopau. 

Trotz der verschärften Corona-Beschränkungen waren am Sonntagabend viele Leute in Zschopau unterwegs, um frische Luft zu schnappen, sich zu bewegen und dabei schöne Anblicke zu genießen. Fest eingeplant hatten dabei viele auch einen Abstecher zum Schloss Wildeck, doch dessen Tore waren verschlossen. Nur aus der Ferne waren die bunt angestrahlten Mauern zu bestaunen. Die unzähligen Kerzen und Teelichter, die im Schlosshof aufgestellt waren, blieben dagegen aus, denn die Stadt hat das "Zschopauer Advenstleuchten", das an den ersten beiden Dezember-Wochenenden viele Betrachter fasziniert hatte, für den dritten und vierten Advent abgesagt.

Individuelle Alternative zum Weihnachtsmarkt

"Die sehr hohen Corona-Infektionszahlen im Landkreis lassen selbst einen Spaziergang mehrerer Personen im Freien nicht zu", begründet Stadtsprecher Uwe Gahut den Schritt der Stadt, der von allen Seiten bedauert wird. Schließlich hatte das Adventsleuchten diese ansonsten recht dunkle Zeit zumindest etwas erhellt. Da der Weihnachtsmarkt und auch andere Veranstaltungen nicht durchgeführt werden konnten, hatten die Zschopauer eine gute Alternative gefunden. Große Menschenansammlungen ließen sich vermeiden, da es keinerlei Auftritte und damit keine zeitliche Bindung gab. Stattdessen konnte jeder für sich die Lichter im Dunkeln genießen.

Fortsetzung ist geplant

Neben den Kerzen war für jeden Advent auch eine neue Station geplant. So hatten die Schloss-Mitarbeiter zum Auftakt typischen Weihnachtsschmuck des Erzgebirges wie Räuchermännchen, Nussknacker, Pyramiden und Schwibbögen aufgebaut. Am zweiten Advent rückten der Nikolaus und Schlosshexe Wildexa in den Mittelpunkt. Bergmänner und Christi Geburt, die für die restlichen beiden Sonntage geplant waren, sind aufgrund der Absage nun nicht mehr zu bestaunen. Allerdings hat sich die Stadt noch nicht vollends von der prachtvollen Szenerie verabschiedet. Wie Uwe Gahut ankündigt, werde es in den ersten Monaten des neuen Jahres ein "Zschopauer Winterleuchten" geben, sobald es die Infektionszahlen zulassen. Bis dahin soll das angestrahlte Schloss zumindest aus der Ferne als Hoffnungsschimmer dienen.



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