Auch nach 53 Dienstjahren: Dieser Arzt aus dem Erzgebirge denkt nicht ans Aufhören

Gemeinschaftspraxis Schröder feierte 35. Jubiläum – Seniorchef blickt auf 53 Dienstjahre zurück

Pockau-Lengefeld

Täglich, Montag bis Freitag 6.30 Uhr: Um diese Zeit beginnt für Dr. med. Gert Schröder der Arbeitstag in der Allgemeinarztpraxis, Lengefelder Straße 3 in Pockau.

Der Mediziner kümmert sich seit Jahrzehnten um zahlreiche Patientinnen und Patienten von jung bis alt.

Doktor denkt nicht ans Aufhören

Zwar konnte er am 1. Mai 2026 sein 35. Praxis-Jubiläum begehen – ans Aufhören denkt der heute 77Jährige jedoch nicht. „Wer ihn kennt, weiß, dass ihm ohne seine ärztliche Tätigkeit viel Herzblut fehlen würde. Ich bin froh und dankbar für seine Unterstützung und Erfahrungen und hoffe, dass er unserer Praxis noch lange erhalten bleibt“, so seine Tochter, Sandra Schröder, Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin.

Sie bereichert seit 1. März 2011 das Team. Nur einen Monat später gründeten Vater und Tochter die Gemeinschaftspraxis.

Junger Facharzt verstärkt das Team

Mit Robin Löser, einem frisch gebackenen Facharzt für Allgemeinmedizin konnte die Ärzte-Crew weiter komplettiert werden. Er bewarb sich 2023 im Rahmen seiner Ausbildung bei den Schröders und wird nun bleiben.

„Es war mein Wunsch als echter Erzgebirger auch in der Region als Arzt arbeiten zu dürfen. Hier gefällt es mir sehr gut. Ich wurde bestens integriert und kann Beruf und Familie gut miteinander ereinbaren“, erklärte er.

Mit 53 Dienstjahren immer noch Freude an der Arbeit

Gert Schröder hat es nie bereut, Arzt zu werden und kann schon auf 53 Dienstjahre zurückblicken. Gegründet hatte er die Praxis, die aus dem früheren Landambulatorium hervorging, mit Frau Medizinalrätin Dr. med. Getraude Schmidt. Als diese ausschied, stieg Dr. Schröders Tochter ein.

Letztere liebte schon immer die Naturwissenschaften. Nach dem Abitur schwankte sie zwischen Physik, Chemie, Mathematik oder sogar Rennfahrerin. Am Ende entschied sie sich für die Medizin – den kleinsten gemeinsamen Nenner all ihrer Interessen. „Mathe, Physik und Chemie sind in der Medizin unverzichtbar und Rennfahrerin zu sein bedeutet, schnell Situationen einzuschätzen und zu reagieren – genau wie im Arztberuf“, erzählt sie lachend.

„Nichts aufschieben und tun was gefällt“

Vater und Tochter lag und liegt die Leidenschaft, Menschen zu helfen, im Blut. Außer selbst halbwegs gesund zu bleiben haben sie keine großen Wünsche. Dinge, die man tun möchte rasch angehen, zielstrebig darauf hinarbeiten und nichts aufschieben zählt zu ihren Lebensmottos.

Die Praxis Schröder, welche für ihre familiäres Flair bekannt und geschätzt ist, gemeinsam mit den zuverlässigen Schwestern weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen hat für sie oberste Prioriät.

Pockau-Lengefeld ist versorgungstechnisch gut aufgestellt

„Ich freue mich, dass wir in Pockau-Lengefeld in der medizinischen Versorgung so gut aufgestellt sind und mit Herrn Löser ein zusätzlicher Arzt gewonnen werden konnte“, so auch die Bürgermeisterin von Pockau-Lengefeld, Elke Schmieder.

Doch auch sonst stehen die Zeichen der Fortführung der Praxis Schröder nicht schlecht, denn auch das Töchterlein von Sandra Schröder trägt sich schon mit dem Gedanken, Mutti und Opa beruflich zu folgen.

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