Auch nach 64 Jahren nicht zu bremsen

Leistung Schneeberger Klaus Fritzsche erhielt das "Goldene Lorbeerblatt" für Verkehrssicherheit

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Klaus Fritzsche ist weit über 50 Jahre sicher im Straßenverkehr unterwegs. Foto: Ralf Wendland

Aue. Dafür, dass Klaus Fritzsche seit 50 Jahren sicher im Straßenverkehr unterwegs ist, gab es jetzt von Frank Arnold, dem Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht Sachsen und Vorsitzenden der Gebietsverkehrswacht Aue-Schwarzenberg-Stollberg das goldene Lorbeerblatt. Der Schneeberger schmunzelt: "Im Straßenverkehr unterwegs bis ich schon seit 64 Jahren." Und in der Zeit ist Arnold schätzungsweise rund eine Million Kilometer gefahren.

Der gelernte KFZ-Mechaniker hat seinen Meister gemacht, war Werkstattleiter, technischer Leiter und bis zur Wende Betriebsteilleiter beim Kraftverkehr. Der heute 77-jährige hatte also nicht nur privat mit Fahrzeugen zu tun, sondern die ganzen Jahre auch beruflich. Im April 1953 hat Klaus Fritzsche seine Führerscheinprüfung abgelegt. "Damals gab es die Regelung, dass man mit 14 Jahren schon fahren durfte - das Einverständnis der Eltern und des Lehrbetriebes vorausgesetzt", erzählt Fritzsche.

In Flensburg hat Klaus Fritzsche eine absolut reine Weste. Der Schneeberger gibt zu: "Gefahren bin ich schon immer sportlich. Schon durch den ADMV und ADAC, wo ich tätig war. Wir haben damals die Sektion K-Wagen-Sport aufgebaut und ich bin auch selbst gefahren und war Vizemeister." Auch im Motorradrennsport hatte Klaus Fritzsche seine Finger im Spiel, etwa bei der Motorenentwicklung. Eins hat Klaus Fritzsche immer beherzigt: "Wenn es heute auch viele Assistenz-Systeme in den Fahrzeugen gibt, gilt immer die Regel, die da lautet: die Physik lässt sich nicht umgehen."

Und doch leistet sich Klaus Fritzsche jetzt ein wenig Komfort: "Auch wenn man es im Grund nicht braucht, ich fahren jetzt ein Auto, das vollgepackt ist mit allen Assistenzsystemen, die es gibt." Stress beim Autofahren kennt Klaus Fritzsche nicht. Schmunzelnd meint er: "Ich fahre viel lieber auf der A9 als auf der Bundesstraße, das ist mir zu langweilig. Momentan macht mir das noch nichts aus, lange Strecken zu fahren." Der Geehrte sagt: "Autofahren ist mein Leben und solange es gesundheitlich geht, werde ich hinter dem Lenkrad sitzen."