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Aue-Bad Schlema: Neue Feuerwehrsatzung beschlossen

Feuerwehr Kompromisse gehören mit dazu

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Durch die Fusion der Stadt Aue und der Gemeinde Bad Schlema ist es erforderlich geworden, eine Satzung für die Stadtfeuerwehr mit ihren Ortsteilwehren zu erlassen. Man führt jetzt den Namen Freiwillige Feuerwehr der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema. Bei den bisherigen Satzungen der jeweiligen Wehren hat es aufgrund der historischen Entstehungsweise der Freiwilligen Feuerwehren Unterschiede und auch verschiedene Kulturen und Traditionen gegeben. Im Fusionsvertrag der beiden Kommunen ist festgeschrieben worden, dass in der neu zu erlassenden Feuerwehrsatzung die Ortsteilwehren Alberoda, Aue, Bad Schlema und Wildbach die Stadtfeuerwehr Aue-Bad Schlema bilden. Und so ist unter einigen Diskussionen eine entsprechende Feuerwehrsatzung für die Stadt Aue-Bad Schlema erarbeitet worden. Alles zusammenzuführen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sei schon anstrengend gewesen, wie Oberbürgermeister Heinrich Kohl erklärt. Seitens der Verwaltung habe man versucht, den Prozess zu moderieren. Es gab einige Kleinigkeiten, die das Verfahren hinausgezögert haben. In Summe waren es zehn Entwürfe, weil es immer wieder Dinge gegeben hat, die man umarbeiten musste. Bei solch einem Prozess hat man auch Kompromisse eingehen müssen. Ein Punkt, bei dem es verstärkt Redebedarf gab, war dass die Alters- und Ehrenabteilung bei der Wahl der Stadtwehrleitung mit abstimmen darf. Genau diesen Fakt hat man in die neue Satzung nicht aufgenommen. "Das finde ich einen großen Fehler und zu kurz gedacht", sagt Stadtrat Uwe Haas aus Bad Schlema, der das auch begründet: "Allein die 19 Kameraden, die bei uns in der Alters- und Ehrenabteilung sind, bringen 830 Jahre Dienst in der Feuerwehr zusammen. Die Kameraden haben eine unglaubliche Erfahrung, die auch weitergegeben wird." Bei 90 Prozent der Dinge sei man sich von Haus aus einig gewesen, sagt der Bad Schlemaer Wehrleiter Andreas Müller: "Das Problem war tatsächlich immer das Wahlrecht der Alters- und Ehrenabteilung. Es ist nun einmal so. Einmal gewinnt man und einmal verliert man. Damit müssen wir jetzt leben." Philipp Sonntag, Wehrleiter von Wildbach sagt: "Wir haben uns ordentlich abgestimmt und waren uns mit Aue und Alberoda einig. Wir haben uns auch mit unseren älteren Kameraden unterhalten und sie waren der Auffassung, dass sie die Ortswehrleitung mit wählen und sich bei Anliegen auch an Ortswehrleitung wenden und nicht an den Stadtwehrleiter. Von daher denke ich, es ist die richtige Entscheidung, wie die Satzung jetzt vorliegt." Rolf Epperlein, Wehrleiter von Alberoda stimmt Philipp Sonntag zu.



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