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Aue: Typisierungsaktion für Jungen mit seltener Form von Leukämie

Hilfsaktion Knochenmarkspender gesucht

Aue. 

Aue. Eine Welle der Spendenbereitschaft ist losgetreten: am Helios-Klinikum in Aue hat es jetzt eine Typisierungsaktion gegeben in der Hoffnung, für den kleinen Louis, den Sohn zweier Ärzte des Klinikums, einen Knochenmarkspender zu finden.

Kein Tabu-Thema mehr

Der Junge leidet an einer seltenen Form von Leukämie. Louis ist halb Thailänder und halb Deutscher. Das macht die Nadel im Heuhaufen noch mehr zur Nadel im Heuhaufen. Derzeit liegt der kleine Junge am Uniklinikum Dresden. Die 20-jährige Mara Spille aus Lößnitz sagt: "Ich wollte mich schon lange typisieren lassen und dann habe ich von der Aktion erfahren durch meine Schwester, die am Klinikum arbeitet."

Ihre Mutter Brit Spille sagt: "Wenn man das Kind sieht, bewegt es einen selbst schon ziemlich sehr. Da ist man selbst dankbar, dass man gesunde Kinder hat und gleichzeitig hat man den Wunsch, helfen zu wollen." Franziska Ullmann aus Aue hat die Typisierungsaktion geleitet: "Ich persönlich war auf alles gefasst. Es hätten fünf aber genauso auch 500 Leute kommen können, weil doch in der jüngeren Vergangenheit einige Aktionen gelaufen sind. Doch die Resonanz war insgesamt sehr gut."

Ullmann hat den Eindruck, dass das gesamte Thema etwas aus der Tabu-Zone rausgekommen ist: "Die Leute beschäftigen sich mehr damit und es wird durch die Aufklärung mit vielen Mythen aufgeräumt." Was auffällt, so Ullmann: Es kommen unheimliche viele Leute, die selbst kleine Kinder haben.



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