Aue und Bad Schlema sind fusioniert

Kommunalpolitik Kommunale Hochzeit erfolgreich

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Der Schritt der Fusion ist vollzogen: seit 1. Januar 2019 sind die Kommunen Aue und Bad Schlema eine Stadt unter dem Namen Aue-Bad Schlema und gestalten die Zukunft gemeinsam. Mit der Fusion hat man auf den Einwohnerrückgang und der damit verbundenen rückläufigen Finanzausstattung der Kommunen reagiert.

Mit der Fusion habe man zudem den Grundstein gelegt für eine starke Stadt im Westerzgebirge. Mit rund 21.000 Einwohnern ist Aue-Bad Schlema die einwohnerstärkste Stadt im Erzgebirgskreis. Der freiwillige Zusammenschluss setzt auf kommunaler Ebene ein Zeichen und ist eines der Ereignisse in der Gegenwart, das in die Geschichte eingeht. Ursprünglich war es der Plan, im Bereich Silberberg vier Kommunen miteinander zu verheiraten, doch dieses Vorhaben ist gescheitert, da sich Schneeberg und Lößnitz dagegen entschieden haben. Aue und Bad Schlema haben sich allerdings auch nach dieser Ablehnung nicht von ihrem Weg abbringen lassen und haben die Fusion auf den Weg gebracht. Viele Diskussionen und auch Proteste hat es gegeben, weil sich einige Anwohner einen Bürgerentscheid gewünscht hätten und nicht, so wie es gelaufen ist, eine Entscheidung über Stadt- und Gemeinderat.

Mittlerweile sind es knapp viereinhalb Monate, dass die beiden Kommunen eine Einheit sind. In der Verwaltung ist einiges umstrukturiert und neu geordnet worden. Dieser Prozess dauert stellenweise auch noch an. Es hat innerhalb der Rathäuser, die beide als Anlaufpunkt für Bürger bestehen bleiben, sowie Umzüge zwischen Aue und Bad Schlema gegeben. Im Rathaus Bad Schlema wird es auch künftig möglich sein, Aufgaben des Einwohnermeldewesens, wie Pass- und Personalausweis-Angelegenheiten, und Ummeldungen vornehmen zu können. Der Bürgerservice soll durch ein qualifiziertes Bürgerbüro in Aue und Bad Schlema abgesichert werden.