Auer Herztag 2025 setzt auf Aufklärung, Prävention und moderne Herzmedizin

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den größten Gesundheitsrisiken

Aue

Ganz im Zeichen der Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland sind, stand der Auer Herztag 2025.

Helios Klinikum lädt ins Kulturhaus ein

Das Helios Klinikum Aue hat Interessierte dazu ins Kulturhaus Aue eingeladen. Ärztinnen und Ärzte des Klinikums haben mit einem abwechslungsreichen Vortragsprogramm Einblicke in aktuelle Behandlungsmöglichkeiten gegeben – begonnen bei der Vorbeugung und Diagnostik über die Notfallversorgung hin zu modernen Herzkatheter-Eingriffen.

Beratung und praktische Infos an Ständen

Sich über persönliche Herzrisikofaktoren informieren oder auch über die Behandlungsmethoden im Herzkatheterlabor, das konnten Besucher außerhalb der Vorträge an den aufgebauten Ständen.

Reanimation als wichtiges Thema

Das Thema Reanimation ist in Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe aufgriffen und vertieft worden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben unterschätzte Gefahr

Zu den größten Gesundheitsrisiken der heutigen Zeit zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie die Koronare Herzkrankheit. Gefäßverengungen bleiben oftmals lange unbemerkt, bis es zu ernsten Symptomen oder einem Herzinfarkt kommt.

Dr. Ketteler betont die Bedeutung der Aufklärung

Dr. med. Thomas Ketteler, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Auer Klinikum weiß nur zu gut, dass viele Menschen die Gefahr unterschätzen, weil sie zunächst keine Beschwerden verspüren. Umso wichtiger sei Aufklärung. Und das wolle man mit dem Herztag erreichen.

Verbesserte Herzinfarktversorgung in der Region

Ketteler spricht von einer positiven Entwicklung nicht zuletzt auch durch die Etablierung eines Herzinfarkt-Netzwerkes und durch die Chest Pain Unit, sprich der Herzschmerzstation, am Klinikum. „Dadurch hat sich die Herzinfarktversorgung im Erzgebirgskreis, insbesondere in unserer Region, über die letzten Jahre deutlich verbessert“, so Ketteler: „Trotzdem bleibt noch viel zu tun, weshalb wir auch weiterhin aufklären müssen.“

Neue Technologien für verkalkte Gefäße

Man lege Wert auf Prävention, damit Herzinfarkte nach Möglichkeit verhindert werden. Was die Behandlung angeht, so habe man einige neue Technologien ins Herzkatheter-Labor integrieren können.

„Patienten tragen ihr Erzgebirge im Herzen“

„Was wir feststellen ist, dass viele Patienten Kalk in den Gefäßen haben. Man könnte sagen, Patienten tragen ihr Erzgebirge im Herzen. Wenn der Kalk einmal da ist, bekommt man ihn weder mit der Ernährung noch mit Medikamenten weg“, so Ketteler: „Es braucht Technologien, um dem Kalk aufzubrechen und da gibt es eine ganze Reihe neuer Methoden über die wir verfügen.“