Auer Klinikum stellt Da-Vinci Operationsroboter vor

Medizin Ansturm beim Tag der offenen Tür am Helios Klinikum in Aue

Aue. 

Aue. Einen wahren Ansturm hat das Helios Klinikum in Aue jetzt beim Tag der offenen Tür erlebt. Interessierte konnten Medizin hautnah zum Anfassen erleben und einmal hinter die Kulissen des Krankenhauses schauen.

Ärzte und medizinische Teams haben in ihren Wirkungsbereichen Verschiedenes vorgestellt: ob Schlüsselloch-Operieren oder Endoskopieren am Dummy, mehr als 40 Punkte standen auf dem Programm. Erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist der Da-Vinci, der in diesen Tagen eingeführt wird am Klinikum.

Live-Operation bestaunen

Das 2 Millionen Euro teure Operationssystem ist ein roboter-assistiertes Chirurgie-System. Diese Einheit ist ausgestattet mit einer Steuerkonsole, einer patientenseitigen Robotik-Einheit sowie einem Videoturm zur Steuerung der dreidimensionalen Kamera und der Lichttechnik. Es gibt vier Arme, die gleichzeitig gesteuert werden können durch einen Operateur - eine Kamera, rechte und linke Hand sowie ein Halter. Helios-Geschäftsführer Marcel Koch ist stolz, ein solches Gerät am Haus zu haben: "Außerhalb der Universitätsstädte ist Aue in Mitteldeutschland der erste Standort."

In Deutschland gibt es 120 Da-Vinci-Operationssystem und in Sachsen sind es vier. Aktuell läuft für die Ärzte und das medizinische Personal am Helios in Aue die Einarbeitungsphase. Anfang April soll es die erste Operation geben, wo die Technik zum Einsatz kommt. Bei einer der Mittwochsvorlesungen soll eine Live-Operation zu sehen sein.

Schwierige Eingriffe werden ermöglicht

Wie PD. Dr. med. habil. Olaf Reichelt, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie erklärt, hilft der Da-Vinci bei Schlüsselloch-Operationen. Durch ein Mehr an Freiheitsgraden werden neue Operationsfelder erschlossen. Dort, wo man mit der klassischen laparoskopische Methode nicht weiterkommt, hilft das Da-Vinci-Operationssystem, das Eingriffe auf kleinstem Raum ermöglicht. Es werden vordergründig minimalinvasive Operationen im urologischen und urogynäkologischen Bereich durchgeführt. "Das Hauptbetätigungsfeld sind Karzinome an Prostata, Nieren und Harnblase und da besonders bei rekonstruktiven Eingriffen, wo chirurgisch etwas genäht werden muss", erklärt Chefarzt Reichelt.