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Auer Stadtpyramide hat eine lange Tradition

Pyramide Schnitzverein "An der Linde" Aue-Neudörfel kümmert sich um das gute Stück

Aue. 

Aue. Die Auer Stadtpyramide, die auf dem Auer Altmarkt aufgebaut ist, wie jedes Jahr, dreht auch in der Weihnachtszeit ihre Runden. Die Pyramide hat ihre ganz besondere traditionelle Bedeutung. Als eine der ersten Großpyramiden im Erzgebirge wurde sie 1935 erbaut und eingeweiht. Über die Jahr hinweg ist sie regelmäßig generalüberholt worden und bis heute im Original erhalten. Jetzt in der Neuzeit kümmert sich der Schnitzverein "An der Linde" Aue-Neudörfel um die Pyramide, hält sie in Schuss und sorgt für den Auf- und Abbau und das seit 1972.

Die Auer Pyramide ist eine Blechpyramide und symbolisiert unter anderem die alte Auer Industrietradition. Die oberen Figuren wurden in Seifen gedrechselt und die Krippenfiguren 1993 von den Schnitzern hergestellt. Diese sind auf dem ersten Teller zu sehen. Auf den oberen Tellern zeigen sich ein historischer Bergaufzug, Wismut-Bergleute und ebenso Erzgebirger. Darunter Kaninchenzüchter, Händler und Pilzsucher und sogar eine Tourist. Zum ersten Mal aufgestellt worden ist die große Stadtpyramide 1935 in der Vorweihnachtzeit.

Das erste Auer Pyramidenanschieben auf dem Altmarkt gab es 1999 und 2001 hat man dann das Pyramideanschieben und die Eröffnung des Weihnachtsmarktes erstmals mit "lebenden Pyramidenfiguren" kombiniert. Ein Jahr später, also 2002, hat es dann erstmals den Umzug der lebenden Pyramidenfiguren zum Pyramideanschieben gegeben. Auf diese Tradition musste man dieses Jahr bekanntlich verzichten. Man hofft, dass im kommenden Jahr alles wieder wie gewohnt stattfinden kann. Die Pyramide ist schon etwas in die Jahre gekommen und benötigt eine Überholung. So hat man sich entschlossen, nach der Weihnachtszeit die Pyramide mit neuen Tellern aus Edelstahl zu bestücken und die vorhandenen Roststellen zu entfernen. Wie es von der Stadt Aue-Bad Schlema heißt, sei das nur möglich durch viele Sponsoren, die sich kurzentschlossen bereiterklärt haben, die eigentlich für den Raachermannelmarkt gedachte Spende, für die Instandsetzung der Pyramide zu verwenden.