Auerhammer Herrenhaus bekommt neue Uhr und Glocke

Aktion Original-Glocke stammt aus dem Jahr 1797

Aue. 

Aue. Auf dem Dach des Herrenhauses Auerhammer in Aue gibt es ein kleines Türmchen und genau das ist jetzt Mittelpunkt des Geschehens gewesen. Zur Freude des Fördervereins Herrenhaus Auerhammer sind dort die Turmuhr und das Geläut installiert worden. Was die Glocke angeht, so habe man als aktives Element ein Duplikat angebracht, sagt Vereinschef Matthias Gläser. Die Original-Glocke, die aus dem Jahr 1797 stammt, werde man zu Ausstellungszwecken im Herrenhaus verwahren.

Die Glocke, die jetzt im Türmchen läutet, ist nicht etwa neu gegossen worden. Es ist eine gebrauchte Glocke, die über die Nickelhütte Aue bereitgestellt worden ist. "Den Ursprung der Glocke kennen wir nicht", erklärt Gläser und meint: "Die alte Glocke ist zwar noch in Ordnung, aber wir wollen sie ordentlich verwahren, sodass sie auch von zukünftigen Generationen zumindest museal noch angeschaut werden kann."

Wie soll´s auch anders sein: Schweizer Firma sponsert Uhr und Uhrwerk

Präsentiert werden soll sie im Herrenhaus Auerhammer. Dort hat man in den letzten Jahren seit der Vereinsgründung zusammen mit verschiedenen Partnern einiges erreicht. Der Förderverein, so Gläser, besteht seit 2002 und wird im Grunde rein über Fördergelder finanziert. Man braucht immer die finanziellen Mittel, um solche Dinge, wie jetzt die Uhr und die Glocke umsetzen zu können."

Die Uhr und das Uhrwerk sind durch eine Firma aus der Schweiz gesponsert worden. Wie Matthias Gläser sagt, hat man eine Spende in Höhe von 2000 Euro erhalten. Das Uhrwerk ist für rund 5200 Euro rekonstruiert worden und musste von mechanisch auf elektrisch umgestellt werden. Parallel zu diesem Projekt wird im Knappensaal des historischen Gebäudes der Fußboden verlegt.

"Der Eichen-Fußboden, der verbaut wird, lagert schon einige Jahre im Herrenhaus. Bis jetzt hatten wir noch nicht die finanziellen Mittel, um die Realisierung machen zu können. In den nächsten zwei Wochen wird der Fußboden fertig", so Gläser: "Dann heißt es eine Bestuhlung und auch eine Leuchte anzubringen. Das ist etwas schwierig, weil dort wiederum finanzielle Mittel benötigt werden, die wir noch nicht haben." Mit Fertigstellung wäre der Saal auch für Veranstaltungen nutzbar.

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