Auf alten Holzlatten den Skihang hinab

Skigaudi 72 Skifahrer beim Oberwiesenthaler Nostalgie-Skirennen

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Frank Röder ganz stilgetreu im Ziel Foto: Thomas Fritzsch

Oberwiesenthal. In Oberwiesenthal stand der vergangene Samstagnachmittag im Zeichen der 4. Auflage des Nostalgie-Skirennens wie aus Omas Zeiten. Schauplatz der Protagonisten unterschiedlichen Alters war der Hauptskihang des Fichtelbergs. 72 Skifahrer stellten sich der Herausforderung, 14 diffizile Tore samt Ziel-Sprunghügel so schnell wie möglich zu bewältigen.

Eine Reise in die Dreißigerjahre

Schon vorher ging es traditionell, also zu Fuß, den Skihang hinauf. Gleichzeitig waren historische Ausrüstungen Voraussetzung zur Teilnahme. Die Sportler traten mit alten Holzlatten an, einschließlich dazugehöriger authentischer Bindungen. Man fühlte sich in einen Film über die Dreißigerjahre versetzt angesichts des Kleidungsstils der Protagonisten.

Die Idee zu dem außergewöhnlichen Skirennen hatte bereits vor vier Jahren die Vereinigte Skischule und die Fichtelberg Schwebebahn anlässlich eines Jubiläums. Seitdem genießt das außergewöhnliche Rennen zunehmenden Zuspruch. Waren es im Vorjahr noch 60 Teilnehmer, so ist in diesem Jahr ein weiteres Plus von 12 Startern zu verzeichnen.

Tolles Wetter und viele Schaulustige

Zahlreiche Zuschauer säumten gleichzeitig die rund 400-Meter-Abfahrtspiste. "Es gab eine hohe Beteiligung bei traumhaftem Wetter und vielen Zuschauern", resümierte die Organisatorin Katja Süß, Inhaberin der Vereinigten Skischule Oberwiesenthal. Mit 82 Jahren hielt Erhard Reitz den Altersrekord unter den Skifahrern. Er ist bereits im 4. Jahr dabei.

"Ich denke es ist am schwierigsten bei der Kleidung, in puncto Skier und Schuhen hilft man sich dagegen gegenseitig. Schön zu sehen, dass auch wieder viele tschechische Starter aus Gottesgab dabei waren. Und die legen viel Wert auf die Telemark-Technik", so die Organisatorin, die sich bereits auf die Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr freut.