Auf dem Boden schimmert es golden

Handwerkstag Mehr als 150 Werkstätten haben im gesamten Erzgebirge geöffnet

Region. Handwerk hat goldenen Boden - heißt es immer wieder. Doch wie golden ist der Boden tatsächlich. Jana Vierig vom Tourismusverband Erzgebirge glaubt ganz fest, dass das Handwerk in der Region bestens aufgestellt und auch vor eventuellen Krisen gut gefeit ist. "Wir haben eine Vielzahl von Gewerken im Erzgebirge", sagt die Marketingleiterin des Verbandes. Und verweist auf den Tag des traditionellen Handwerks, der an diesem Wochenende bereits seine 13. Auflage erlebt. "Wir freuen uns, dass auch neue Handwerker dabei sind." Warum in der Region Aue-Schwarzenberg die Zahl der Teilnehmer eher gering ist, weiß auch die Tourismusexpertin nicht. "Vielleicht sind wir da auch als Verband gefordert, müssen im Vorfeld noch mehr die Werbetrommel rühren", so Vierig. Als positives Beispiel aber nennt sie den Rasierpinselhersteller Mühle in Stützengrün. "Dort schließen sich für den Sonntag mehrere Handwerker zusammen. Da ist der Braumeister aus Aue mit dabei, ein Goldschmied und viele andere mehr", sagt Vierig und spielt mit dem Gedanken, sich am Sonntag dort selbst einen Eindruck vom Geschehen zu verschaffen. Dass der Tag des traditionellen Handwerks nicht nur Werbung fürs Handwerk ist, sondern auch ein Stück weit Berufsorientierung bietet, zeigen immer wieder die Gespräche mit Gästen. "Die einen planen vielleicht den Einbau einer Holztreppe und schauen sich das in einer Zimmerei hautnah an, andere sind auf Lehrstellensuche und einige sind mit kleinen Kindern unterwegs und nutzen die Familienangebote - der Tag ist vielfältig nutzbar." Von 10 bis 17 Uhr am Sonntag haben im gesamten Erzgebirge mehr als 150 Werkstätten geöffnet.