Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Montanregion Experten haben ihre Mission im Erzgebirge beendet

In fünf Tagen 85 Stationen: Die Vor-Ort-Besichtigung aller Bestandteile auf sächsischer und böhmischer Seite des Antrages der Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krusnohori zur Ernennung zum Unesco-Welterbe endete am Mittwoch. Bei einem Schauschmieden im Hammerwerk "Frohnauer Hammer" in Annaberg-Buchholz, kamen die zwei Experten des dafür zuständigen Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS) am Dienstagabend mit geladenen Gästen ins Gespräch. Dabei betonte Volker Uhlig, Vorsitzender des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge: "Der Welterbeantrag ist mehr als eine plakative Überschrift. Die Region steht hinter ihrem kulturellen Erbe, sie steht hinter ihrem Welterbeantrag." Zu den Aspekten der Prüfung der Bestandteile gehörten die Erhaltung und das Management sowie die Echtheit und Unversehrtheit der Objekte. Bei den Experten, dem Schotten Miles Oglethorpe und dem Belgier Adriaan Linters, handelt es sich um internationale Sachverständige, die über große Erfahrungen im Welterbekontext verfügen. Begleitet wurden sie während der ganzen Zeit von Vertretern des Sächsischen Staatsministerium des Innern, des Sächsischen Landesdenkmalamtes, des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg, der Wirtschaftsförderung Erzgebirge sowie von den tschechischen Partnern des Nationalen Denkmalinstituts in Prag und des tschechischen Trägervereins Montanregion Erzgebirge - Krusne hory. Nun werden die Experten in einem vertraulichen Bericht ihre Ergebnisse zusammenfassen. Dieser Bericht bildet gemeinsam mit dem Ergebnis der Prüfung der Antragsunterlagen die Grundlage für das weitere, mehrstufige Verfahren. Zur Sitzung des Unesco-Welterbekomitees im Sommer 2016 in Istanbul, gibt es dann eine Empfehlung für die Eintragung oder Nicht-Eintragung in die Welterbeliste. ru/pm