Auf der neuen Rechenhausbrücke rollt der Verkehr

Baureport Ersatzneubau bei Bockau wurde bereits vor Weihnachten freigegeben

Bockau. 

Bockau. Drei Tage vor Weihnachten ist der Weg über die neue Rechenhausbrücke bei Bockau wieder für den Verkehr freigegeben worden. Damit ist die Bundesstraße 283, die die Verbindung zwischen Aue und Eibenstock herstellt, wieder für rund drei Monate befahrbar. Ab März werden auf dem Abschnitt zwischen Aue und Ortseingang Bockau weitere Bauarbeiten folgen werden.

Die neue Brücke über die Mulde mit einer Stützweite von 85,30 Metern kostete rund 6,4 Millionen Euro und wurde innerhalb von zweieinhalb Jahren realisiert. Der Ersatzneubau über die Zwickauer Mulde wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Die historische Gewölbebrücke war aus geometrischen und statischen Gründen nur einspurig für eine Gesamtlast von 18 Tonnen befahrbar. Diese Einschränkung sowie der bauliche Zustand machten einen Ersatzneubau erforderlich. Das neue Bauwerk wurde dem Streckenverlauf im Tal angepasst.

Alte Brücke soll wahrscheinlich abgerissen werden

Der Ersatzbau wurde notwendig, weil sich die alte Rechenhausbrücke aus dem Jahr 1874 in einem sehr maroden baulichen Zustand war. Die allererste Rechenhausbrücke bestand sogar aus Holz und war sogar überdacht. Der in den Jahren 1874 und 1875 unter Regie des Baumeisters Bochmann von 48 Metern Länge und sechs Metern Breite errichtete mehrbogigen, steinernen Muldenbrücke droht wahrscheinlich noch in diesem Jahr der Abriss. Positiv, dass zwischen der historischen Gaststätte Rechenhaus und dem Abzweig Bockau ein Gehweg in die Planung mit einbezogen worden ist.