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Auf der Suche nach der KÄT, wie sie früher war

Leute Thomas Bartels bannt alte Fahrgeschäfte und Buden auf Papier

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Ganz egal wo Thomas Bartels gerade ist, überall hat er seinen Zeichenblock dabei, um mit spitzem Bleistift die Welt und seine ganz speziellen Motive einzufangen. Filigrane Zeichnungen mit jeder Menge Liebe zum Detail und eine außergewöhnliche Akribie sind das Markenzeichen des Annaberger Zeichenkünstlers. Mehr als 450 Zeichnungen hat der 35-Jährige mittlerweile zum Thema Eisenbahn kreiert und weit über hundert Stifte sind dabei seine einzigen Hilfsmittel. Doch er bannt nicht nur Eisenbahnromantik in Form von Loks oder Bahnhöfe auf Papier.

Auf der Suche nach der Vergangenheit und alten KÄT-Fotos

Thomas Bartels registriert alles, was in seiner Heimatstadt Annaberg-Buchholz passiert. Und da 2020 die 500. Annaberger KÄT stattfindet, hat sich der Ausnahmekünstler genau dies als Projekt vorgenommen und sagt: "Als Annaberger freue ich mich riesig darauf. Das wird ein Festjahr geben und ich habe damit begonnen, Fahrgeschäfte aus Vergangenheit und Gegenwart zu zeichnen. Dafür suche ich übrigens ältere KÄT-Fotos. Zum Beispiel auch die Waffel- und Zuckerwatte-Buden aus der DDR. Ich kenne das ja nur noch als Kind und habe schon damals alles mit Legos nachgebaut."

In seiner Kinderzeit hat Thomas die KÄT regelrecht genossen und erinnert sich: "Ich weiß noch ganz genau, welche Fahrgeschäfte und Buden in der unteren oder oberen Reihe standen und was für Fahrgeschäfte ich für nur 30 Pfennige erobert habe. Vor allem an die orangefarbene Zuckerwattebude kann ich mich noch ganz genau erinnern." Seit 2016 arbeitet der Künstler schon an dem Zeichenprojekt zur KÄT. Um die Dinge korrekt wiedergeben zu können, hat er alles abgemalt, genau wie bei den Eisenbahnen. Um die bunte Vielfalt im Detail zu erfassen, bittet Thomas Bartels: "Es wäre toll, wenn man mir Karten oder Fotos ab 1980 zur Verfügung stellen würde. Egal, ob Fahrgeschäfte oder die Buden, ich freue mich über alles."

Kontakt für Zusendungen bitte per Mail an die Adresse: ilka-ruck@t-online.de



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