Auf Schloss Pfaffroda entsteht eine Forstakademie

Nach Rückgabe Von Schönbergs investieren früheren Familiensitz

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Joachim Heinrich, Carl Alexander, seine Frau Sabine, Caspar und Helene Diener von Schönberg mit dem Geschäftsführer der Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge gGmbH Andreas Haustein (v. l.) im Hof des Schlosses Pfaffroda. Foto: Jan Görner

Pfaffroda. Die von Schönbergs sind zurück in Pfaffroda. Im Beisein von Vertretern des Ortes, der Stadt Olbernhau, das Landkreises, des Freistaates und dem vorherigen Eigentümer, der Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge, wurde ihnen das Schloss symbolisch übergeben. Vom 14. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte es den von Schönbergs gehört. Letzer privater Eigentümer ist Alfons Diener von Schönberg gewesen. "Wir sind in Bayern aufgewachsen und fühlen uns dort auch wohl. Uns wurde aber immer vermittelt, dass Pfaffroda im Erzgebirge unsere Heimat ist", sagte Joachim Heinrich Diener von Schönberg im Rahmen der Übergabe.

Verbindung zum Heimatort bleibt bestehen

Die Verbindungen sind in den vergangenen Jahrzehnten nie abgerissen. Ganz im Gegenteil. Schließlich befindet sich auch die Familiengruft auf dem Gelände des Schlosses. Nach der Wende wurden die Kontakte ins Erzgebirge noch intensiver. Allerdings war es aufgrund der Nutzung als Seniorenpflegeheim nicht frei. "Wir sind oft da gewesen und konnten sehen, dass die Leute hier glücklich sind. Das ist uns immer wichtig gewesen", so Joachim Heinrich Diener von Schönberg.

Partner für Forstakademie gesucht

Als sich abzeichnete, dass auf die Sozialbetriebe enorme Investitionen in die Substanz zukommen, beschlossen die Gesellschafter den Verkauf. Unter den Bewerbern, die ein Konzept für die Nutzung des Schlosses vorlegte, waren auch die von Schönbergs. Sie wollen einige Räume zukünftig auch privat nutzen. Für die Forstakademie sind sie noch auf der Suche nach geeigneten Partnern.