Auf Stimmenjagd im Schulgebäude

Bildung Oberschüler der J. H. Pestalozzi üben sich im Wahlkampf

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Sachsen steht 2019 im Super-Wahljahr. Es stehen Kommunal- und Europawahlen sowie die Landtagswahl an. Die meisten Bürger wissen wie "wählen" funktioniert. Doch wie ist das bei den Politikern? Für sie ist wichtig, was bei einem Wahlprogramm beachtet werden muss, wie ein Wahlkampf geführt wird und vor allem, wie und womit sie die Wählerinnen und Wähler überzeugen könnten.

Eigene Schul-Parteien mit Spitzenkandidaten

Schüler der Klasse 9 b in der Oberschule J. H. Pestalozzi üben sich darin im Unterricht. "Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichtes gründeten Neuntklässler eigene, fiktive 'Parteien' wie den 'Demokratischen Schüler-Bund', die 'Deutsche Schul-Organisation', die 'Moderne Schüler Partei' oder die 'Snacks für Schüler'", erklärt Matthias Förster von der Pressestelle. Wie im wahren "Wahlleben" hatte natürlich jede Partei einen Spitzenkandidaten.

Volles Programm für den Sieg- mit Erfolgsaussichten

Die Neuntklässler hatten nun die Aufgabe, ein Wahlprogramm und Wahlplakate, beschränkt auf den Bereich der Schule, zu erstellen und damit ihren Wahlkampf zu führen. Ihre Partei und ihr Wahlprogramm stellten sie dann allen Klassen per PowerPoint-Präsentation vor und beantworteten Fragen. Matthias Förster: "Daneben brachten sie in der Schule Wahlwerbung, Plakate und Slogans in den Farben ihrer 'Partei' an. Wie bei jedem Wahlkampf war es Ziel, die meisten Stimmen für sich zu gewinnen. Themen waren unter anderem modere Technik und Digitalisierung im Unterricht, freiwillige Hofpausen, mehr Kreativität, eigene GTA-Kurse oder neue Speiseangebote."

Im Wahllokal der Schule sind alle, sprich jeder Schüler und Mitarbeiter der Einrichtung, wahlberechtigt. Die Sieger-Partei darf an einer Sitzung des Schülerrates beziehungsweise des Lehrerkollegiums teilnehmen. Dort wird geprüft, welche Ziele umgesetzt werden können.