Aufgeben kommt nicht in Frage

Leute Thomas Bartels will künstlerisch Begabte unterstützen

Wer sich in der "Künstlerbude" von Thomas Bartels umschaut, dem fallen sofort zig Bleistifte und unheimlich viele an die Wände gepinnte Fotos ins Auge. Der Wahl-Annaberger ist auf eine ganz besondere Art begabt und es mangelt ihm nicht am nötigen Selbstbewusstsein, um seine Begabung unters Volk, sprich unters Fachpublikum zu bringen. Mehr als 400 Zeichnungen hat der 30-Jährige mittlerweile zum Thema Eisenbahn kreiert und über Hundert Stifte sind dabei seine einzigen Hilfsmittel. 100 seiner Werke stellte er unter dem Titel "Eisenbahnimpressionen" in der Kuppelhalle des Dresdner Hauptbahnhofs aus. Aktuell steht die nächste Exposition im Bahnmuseum Dresden an. Zu seinen Werken sagt er: "Ich pinsele nicht nur Eisenbahnen und Bahnhöfe, sondern ebenso bekannte Persönlichkeiten aus der Künstlerbranche. Malerei ist für mich eine Form der Kommunikation, eine Sprache die überall verstanden wird. Egal woher man kommt, durch gemalte Bilder konnte man sich schon immer ausdrücken und mitteilen." Für seine Sammlung hat Thomas Bartels über Jahre hinweg täglich oft mehr als 12 Stunden gezeichnet. Unzählige Entwürfe wurden weggeworfen, aber er hat stets dazu gelernt. Was er aufs Papier bringt sind vor allem Gefühle mit all ihren kleinen Details. Denn detailverliebt ist der Autodidakt allemal, und es ist erstaunlich mit welcher Akribie die Bleistiftzeichnungen entstehen. Um sich einzufühlen und die Dinge hautnah zu erleben, reist der junge Mann durch die Welt. Immer per Bahn, versteht sich. Eines seiner wichtigsten Anliegen heute ist: "Ich habe mein Talent autodidaktisch ausgebaut und perfektioniert, ohne das mir jemals geholfen wurde. Deshalb unterstütze ich künstlerisch begabte Menschen aus aller Welt. Ich möchte ihnen zeigen, was man alles aus seinen Talenten machen kann wenn man sie weiterentwickelt und niemals aufgibt."