Aufsteiger Kiel ist ein Spitzenteam

Fussball FC Erzgebirge Aue fährt in die Heimat von Hannes Drews

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Ein Punkt gegen Ingolstadt: Läuft es auch im Norden für den FC Erzgebirge Aue rund? Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue . Wenn der FC Erzgebirge Aue an diesem Samstag 13 Uhr bei Holstein Kiel aufläuft, geht es für den Verein natürlich um drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Für den Cheftrainer der Veilchen allerdings geht es um viel, viel mehr.

Kein alltägliches Spiel für den Cheftrainer

Für ihn ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, eine Rückkehr in die Heimat. "Es ist kein alltägliches Spiel. Es geht gegen den alten Verein, bei dem man viele Jahre gearbeitet hat und wo ich viele handelnde Personen noch kenne", sagt Drews mit Blick auf die Begegnung. Zu vielen der "handelnden Personen" hatte der 35-Jährige ein gutes Verhältnis. Zudem rechnet Drews damit, dass etliche Freunde und Familienmitglieder das Spiel von der Tribüne aus verfolgen werden. Allerdings macht der Coach auch klar, dass es nicht um ihn, sondern um die Mannschaft. "Es geht darum, dass wir uns als Erzgebirge Aue dort gut präsentieren", so Drews.

Kiel auf dem dritten Tabellenplatz - das Ergebnis harter Arbeit

Er weiß allerdings, dass sein alter Verein nichts zu verschenken hat und sein Team auf eine starke Mannschaft treffen wird. "Uns erwartet eine Spitzenmannschaft - auch wenn sie Aufsteiger sind. Wer solange dort oben steht, der hat es auch verdient dort oben zu stehen", meint der Coach: "Es ist keine Sache, die denen so zugeflogen ist." Der dritte Tabellenplatz, den Kiel überraschender Weise inne hat, ist aus Sicht des Veilchen-Trainers das Resultat harter Arbeit.

Wichtig ist es deshalb für die Erzgebirger, dass sie den starken Gegner gar nicht erst stark werden lassen. Aus dem Spiel gegen den FC Ingolstadt sollten die Lila-Weißen einiges an Selbstvertrauen mitgenommen haben. In der Begegnung vor heimischem Publikum stand erstmals seit langer Zeit wieder die Null. Ein ganz wichtiges Achtungszeichen: Die Auer Defensive steht wieder. Entscheidenden Anteil daran hatte Dennis Kempe, der trotz einer Kopfverletzung, die er sich im Spiel zuzog, 90 Minuten lang durchspielte. Für ihn war es der erste Schritt in die richtige Richtung.