Aufstiegsfreuden im Erzgebirge: Kindertag wird zum Wismut-Tag

80 Jahre FC Erzgebirge Aue - Teil 4: Der legendäre Aufstieg des FC Erzgebirge Aue in Dresden bleibt unvergessen

Aue-Bad Schlema

Der 1. Juni 2003 bleibt für Veilchen-Fans ein ganz wichtiges Datum. Die Ereignisse des Tages sind für die Anhängerschaft, aber auch für das Team des FC Erzgebirge Aue unvergessen. Der Kindertag ist ein heißer Frühsommertag in Sachsen. Die Autobahnen A 72 und A 4 Richtung Landeshauptstadt Dresden sind am Vormittag ganz in Veilchen Hand.

Busse und Autos fahren gen Elbflorenz, denn dort möchte das Team aus dem Lößnitztal den Aufstieg - den ersten Aufstieg ins deutsche Fußball-Unterhaus perfekt machen. Es ist nicht nur der Korso, der begeistert. Es sind auch die Fans, die auf Autobahnbrücken Schals und Fahnen schwenken. Sie alle wollen Teil der Geschichte sein und das Team von Trainer Gerd Schädlich ihre Unterstützung zeigen.

Sensation in der Luft

Gefühlt weiß jede Erzgebirgerin und jeder Erzgebirger, was die Stunde an diesem Tag geschlagen hat. Schließlich liegt eine Sensation in der Luft. Dazu müssen die Lila-Weißen im Rudolf-Harbig Stadion ran - der Gegner ist der Dresdner SC. Laut offizieller Angaben nehmen etwa 7000 Fans den Weg nach Dresden auf sich. Im Harbig-Stadion dominieren die Farben Lila und Weiß. Nur etwa 400 Anhänger unterstützen den Dresdner SC. Die Sonne prasselt auf die Ränge, es ist heiß - heißer aber ist die Stimmung.

Am vorletzten Spieltag der Regionalliga Nord feiert der FC Erzgebirge Aue einen 4:1-Sieg. Die Tore für die Erzgebirge schießen Rostislav Broum, Khvicha Shubitidze, Gregor Berger und Frank Berger. Sie schießen die Fans in den siebten-Fußballhimmel und den Verein in die 2. Fußball-Bundesliga.

Überraschender Aufstieg

Der Aufstieg kam einer Überraschung gleich. Keiner hatte vor der Saison den erzgebirgischen Fußballclub als Aufstiegskandidat in der Regionalliga Nord auf dem Zettel. Vielmehr zählte Aue zu den Abstiegskandidaten. Die Saison aber begann und Aue gab Gas. In sechs der ersten sieben Spiele feierten die Veilchen Siege. Auch wenn danach ein Auf und Ab kam, den Anschluss an die Tabellenspitze verlor das Team von Cheftrainer Gerd Schädlich nie. Ab Mitte März war die Mannschaft nicht mehr zu bremsen.

Der Trend ging nur noch nach oben. Von den letzten zwölf Spielen der Saison gewann Aue elf, nur Rot-Weiß Essen stellte den siegeshungrigen Lila-Weißen ein Bein. Am Aufstieg änderte das aber nichts mehr. Durch einen Sieg gegen die Bubis von Borussia Dortmund zuhause sicherte sich Aue außerdem die Meisterschaft.

 

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