Aufstiegsjubel und beschwerliche Aussichten beim FCE

Fußball 2. Frauen-Mannschaft macht Aufstieg perfekt

Bad Schlema/Aue. 

Bad Schlema/Aue. Die zweite Frauen-Mannschaft des FC Erzgebirge zieht ein positives Saison-Fazit. Das Team um Trainer Mario Sier hat den Aufstieg perfekt gemacht. Die Frauen sind in der Landesklasse Süd/West Meister geworden und spielen ab der kommenden Saison in der Landesliga.

"Die Saison ging schwierig los, da wir fast jede Woche eine schwerverletzte Spielerin hatten. Insgesamt waren es sieben Spielerinnen, die sich schwer verletzt haben und die gesamte Saison ausgefallen sind", so der Coach. Es sei nicht einfach gewesen, die Mannschaft spielfähig zu halten. Man habe stellenweise Mädels aus der B-Jugend mit hochgenommen und auch Spielerinnen reaktiviert, die eigentlich schon die Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben, aber noch einen Pass in Aue hatten.

Der Zusammenhalt in der Mannschaft hat sich ausgezahlt

"Trotzdem wir immer eine andere Mannschaft auf dem Feld hatten, war die Harmonie stets gleich. Das war phänomenal und dadurch sind wir soweit gekommen. Durch den Zusammenhalt in der Mannschaft", freut sich der 46-jährige. Von 18 Spielen hat man 14 gewonnen. Es gab ein Unentschieden und drei Niederlagen. Am Ende hat man 43 Punkte erreicht. Die Zweitplatzierten vom SV Eiche Reichenbrand (36 Punkte) konnte man auf Abstand halten. Kommende Saison steht man vor einer neuen Herausforderung.

Bei den Spielerinnen der ersten Mannschaft herrscht weniger Feierstimmung

Auch die Fußballerinnen der ersten Mannschaft des FCE Erzgebirge Aue haben die Saison abgeschlossen - in der Endabrechnung ist es Platz 10 und damit knapp über dem Strich. "Wir sind dem Abstieg knapp entronnen", weiß Trainer Alexander Zamzow, der etwas mit der Trainingsbeteiligung hadert. Doch das liege einfach daran, dass viele der Spielerinnen wegen Ausbildung und Studium auswärts gebunden sind.

Auch habe man drei Langzeitverletzte im Kader und damit reduziert sich das Feld sehr schnell. Es sei stellenweise so, dass man bei Punktspielen Spielerinnen aus der B-Jugend dazu holen muss, um die Lücken zu füllen. Mit Glück funktioniere es, dass man Unterstützung aus der zweiten Mannschaft bekommt, doch das Team steht genauso im Spielbetrieb. "Der Kader ist zu klein von der Personen-Anzahl her. Teilweise fehlt es auch an der Qualität, weil einige Spielerinnen einfach auch noch zu jung sind für die Regionalliga", so Zamzow.

"Diese einfachen Fehler hätten uns einfach nicht passieren dürfen"

"Wir wollten eigentlich das letzte Spiel gewinnen, damit wir mit einem positiven Gefühl in die lange Sommerpause gehen", sagt der Trainer. Doch gegen die Mannschaft des SV Eintracht Leipzig-Süd ist man über ein 2:2 (2:2)-Unentschieden nicht hinausgekommen. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht und das von beiden Seiten, sagt der Coach: "Es sind uns einfache Fehler passiert, die im Erwachsenen-Bereich, in der Regionalliga einfach nicht passieren dürfen."

In Summe 16 Punkte

Die Frauen-Regionalliga-Mannschaft des FC Erzgebirge Aue hat in der zurückliegenden Saison 2018/19 insgesamt 16 Punkte erspielt. Zu Buche stehen vier Siege, vier Unentschieden und 14 Niederlagen. Das Trainer Alexander Zamzow da keine Jubelsprünge macht, ist verständlich: "Wir können froh sein, dass wir nicht abgestiegen sind. Einen Platz im unteren Drittel hatte ich mir vorgestellt."

Dass es am Ende so eng wird, das hätte sich keiner gedacht. Die gesamte Saison war nicht überragend. Doch unter den gegebenen Umständen müsse man noch zufrieden sein. Zamzow ist überzeugt, dass es kommende Saison nicht unbedingt einfacher wird, ganz im Gegenteil. "Es steigen Mannschaften in die Regionalliga auf, die mehr als konkurrenzfähig sind", weiß der Coach.