Aus altem Friedhof wird ein Park

BAUREPORT Denkmalgeschütztes Areal in Schwarzenberg wird neu gestaltet

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Der Posaunenchor musiziert zur Einweihung des neuen Areals. Foto: Leischel

Schwarzenberg. In diesem Jahr ist auf dem alten St.-Georgenfriedhof an der Eibenstocker Straße in Schwarzenbergviel gestalterische Arbeit geleistet worden. Bereits in den Jahren zuvor gab es solche Arbeiten, wobei Familiengrüfte saniert und Teile der Umfriedungsmauer erneuert sowie auch die Ehrenhaine für deutsche Soldatengräber und das sowjetische Ehrenmal saniert wurden.

Die neue denkmalgeschützte Parkanlage wurde unter Mitwirkung des Posaunenchores am vorigen Donnerstag festlich eingeweiht. "Aus dem 1825 angelegten und nach der Wende geschlossenen und entwidmeten St.-Georgenfriedhof ist ein Park geworden, der auch an seine Vergangenheit erinnern soll", sagte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer.

Sie betonte: "Bereits 2003 gab es erste Gespräche zwischen Stadt und Kirche zur weiteren Nutzung des Friedhofs. Ein gemeinsames Konzept wurde erarbeitet und 20 Jahre nach der letzten Beerdigung im Jahre 1989 wurde die Fläche Anfang 2010 Eigentum der Stadt." Auf dem cirka 3.000 Quadratmeter großen Areal blieben einige Grabstellen erhalten.

Alte Glocken bekommen ein neues Zuhause

Tafeln an Grabstellen erinnern an prominente Personen, die eng mit der Stadt verbunden sind. So zum Beispiel Walter Fröbe (1889-1946), einer der wichtigsten Pädagogen, Heimatforscher und Schriftsteller Schwarzenbergs.

Einen würdigen Platz haben auch die drei alten eisernen Glocken der St. Georgenkirche, die 2015 durch neue Bronzeglocken ersetzt wurden, gefunden. Am Eingangsbereich weist eine Informationstafel mit historischen Aufnahmen und einem Lageplan auf den ehemaligen Friedhof hin.