Aus der Loipe zum Rasenballsport: Erzgebirgerin greift bei RB Leipzig an

Mit Beginn des neuen Schuljahres wechselt Lara Rudolph ans Leipziger Sportinternat. Dort hofft sie, als Fußballerin durchzustarten. Dabei war die zwölfjährige Marienbergerin auch in einer anderen Sportart äußerst erfolgreich.

Marienberg

Statt mit ihren Geschwistern wird sich Lara Rudolph künftig mit Mathilda Tietze das Zimmer teilen. Beide Mädchen wollen es bei RB Leipzig wissen und wechseln mit Beginn des neuen Schuljahrs ans Internat des dortigen Landessportgymnasiums.

Während Mathilda Tietze vom FV Gröditz kommt, war Lara Rudolph bisher für den VfB Zöblitz am Ball. Ganz so groß, wie es scheinen mag, ist der Sprung von einem Kreisliga- zu einem Bundesliga-Verein allerdings nicht. Schließlich trug die zwölfjährige Marienbergerin schon in der vergangenen Saison das RB-Trikot.

Zwischenstopp bei den Himmelblauen

Dank ihres Zweitspielrechts sammelt die VfB-Kickerin bereits seit einigen Jahren Spielpraxis auf höherer Ebene. Erst konnte sie sich bei einem Fußball-Camp für den Chemnitzer FC empfehlen, im Herbst 2024 trug dann ein Probetraining bei RB Leipzig Früchte.

"Ich durfte wiederkommen", erinnert sich Lara gern an ihre Anfänge bei dem großen Klub, für den sie letzte Saison in der Leipziger Stadtliga auflief. Dabei konnte sie im Mittelfeld vor allem mit Laufstärke und Zweikampfverhalten überzeugen. Dass genau dort die Stärken der Zwölfjährige liegen, hat seine Gründe.

Bei anderen Vereinen viel dazu gelernt

In zwei anderen Sportarten wurden speziell Kondition und Koordination bestens geschult. Schließlich war Lara Rudolph erfolgreiche Turnerin beim TV Pockau und glänzte außerdem als Skilangläuferin beim ATSV Gebirge/Gelobtland. Neben mehreren Sachsenmeistertiteln kann sie auch auf Goldmedaillen bei Landesjugendspielen verweisen. "Im Winter werde ich bestimmt auch weiterhin mit Ski unterwegs sein", sagt die Zwölfjährige. Allerdings liegt ihr Fokus nun voll auf dem Fußball.

Sogar von der Nationalmannschaft träumt die junge Marienbergerin, die nicht nur durch ihren Vereinswechsel einen großen Schritt nach vorn macht. Auch mit der sächsischen Landesauswahl konnte sie bereits für Furore sorgen. Beim DFB-Sichtungsturnier sprang im Mai immerhin der 5. Platz unter 22 Teams heraus. Weitere Erfolge sollen schon bald gefeiert werden - auch mit RB.

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