Aus der Mongolei direkt ins Erzgebirge

Praktikum 26-jährige Lehrerin an Drebacher Schule zu Gast

Drebach. 

Drebach. Einen Erfahrungsaustausch der besonderen Art hat es in den vergangenen drei Wochen an der Grundschule Drebach gegeben. Dort absolvierte in diesem Zeitraum Bayan Khurmyet ein Praktikum. Schüler zu unterrichten, ist sie durchaus gewöhnt. Allerdings nicht im Erzgebirge, sondern in der Mongolei. In der Provinz Bayan-Ulgii unterrichtet sie seit zwei Jahren Deutsch an einer Privatschule. "Und zum Glück arbeitet meine Schule eng mit dem Kultusministerium zusammen", erklärt die 26-Jährige, die schon 2015 mithilfe eines Stipendiums ein Jahr in der Schweiz absolviert hatte. Nach einer Fortbildung in Düsseldorf folgte nun der dritte Abstecher in den deutschsprachigen Raum.

Erfahrungsaustausch im Erzgebirge

Dass dieser ausgerechnet ins mittlere Erzgebirge führte, ist dem Engagement von Ines Brunner zu verdanken. Die Leiterin der Drebacher Grundschule machte sich für die Teilnahme am Austauschprogramm stark. "Dieses Projekt ist sehr interessant. Auch meine Kollegen empfinden es als eine Bereicherung", erklärt Ines Brunner. Schließlich lernte nicht nur Bayan Khurmyet in diesen Wochen viel dazu. Auch die 26-Jährige, deren Urgroßeltern aus Kasachstan stammen, hatte viel Interessantes zu erzählen.

Beeindruckt von Erzgebirgischen Traditionen

"Daheim in der Mongolei gibt es nur zwei Lebensarten: Nomaden und Stadtleben", sagt Bayan Khurmyet. Obwohl sie im Sommer auch mehrere Wochen in der Jurte ihrer Eltern verbringt, bevorzugt sie das moderne Dasein in der Stadt. Schließlich ermöglicht ihr das auch Besuche in anderen Ländern. Im Erzgebirge zeigte sie sich besonders beeindruckt von den Traditionen bezüglich Bergbau und Weihnachten. Da der Gast zuhause bei Ines Brunner in Geyer wohnte, stand ein Besuch der Binge früh auf dem Programm. Abstecher nach Annaberg, Seiffen und Dresden folgten, wobei die 26-Jährige viel über die Adventszeit lernte.