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Aus schräger Schnapsidee werden Postkarten

Verlag Skizzenhafte Motive sollen junge Generation ansprechen

Lauter-Bernsbach. 

Lauter-Bernsbach. Bing, bing, bing - wird es an Heiligabend wieder bei vielen auf dem Handy machen. Mal persönliche, mal unpersönliche Weihnachtsgrüße wechseln von Smartphone zu Smartphone. Es ist noch gar nicht so lang her, da griffen viele Erzgebirger noch zu Stift und Karte und verschickten ihre Grüße per Post.

Weihnachtsgrüße ohne romantische Innenstädte

Doch gerade junge Leute finden die Karten von romantischen Innenstädten, verschneiten Winterlandschaft oder farbenfroh gezeichneten Weihnachtsmännern nicht ideal. So entstand in einem kleinen Bernsbacher Musikverlag die Idee mal etwas ganz anderes zu machen. Skizzenhafte Zeichnungen von Engel und Bergmaa, von Rupperich und Tann, Peremett und Raachermannel sind auf den schlichten Karten zu sehen. Dabei bringt der Verlag "ullmannmusic" normalerweise Liedpostkarten heraus und hält damit die von Anton Günther entwickelte Idee am Leben.

Die skizzenhaften Motivkarten sei eine Schnapsidee gewesen, die im Gespräch mit guten Freunden entstanden ist: "Ich habe sie dann am Rechner trotzdem umgesetzt, ohne zu wissen, was daraus entsteht", sagt Verlagsinhaber Manuel Ullmann. Um diesen Karten das i-Tüpfelchen aufzusetzen, sind sie in erzgebirgischer Mundart beschriftet. "Sie sind natürlich nicht jedermanns Geschmack. Viele sind natürlich eher an den traditionellen Motiven interessiert", so der Kartendesigner und weiß: "Es gibt eine junge Generation, die sie ganz cool findet."

Daher war es auch nicht schwierig, Händler in der Region und konkret in Schwarzenberg zu finden, die die Karten in ihr Sortiment aufnehmen.

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