Aus Stadtcafé wird Jugendherberge

Umbau Investor in Zschopau wartet noch auf grünes Licht vom Verband

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Investor Toralf Zinner führte die Besucher bis unters Dach. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Ein altes Gebäude, das über Jahrzehnte hinweg das Zschopauer Stadtbild geprägt hat, könnte bald wieder in neuem Glanz erstrahlen. Gemeint ist das Stadtcafé, wo laut den Plänen von Toralf Zinner nach jahrelangem Leerstand bald viele Leute übernachten sollen. Schließlich will er das Objekt als Jugendherberge nutzen.

130 Betten sollen entstehen

Der Vorteil für die Stadt bestünde nicht nur darin, dass Touristen angelockt werden. Gleichzeitig könnte sich die hiesige Bevölkerung wohl auch darüber freuen, dass der im Erdgeschoss geplante Gastronomiebereich öffentlich nutzbar sein soll. Dies konnten Besucher vor wenigen Tagen erfahren, als Toralf Zinner zu einer Führung durch das Objekt eingeladen hatte.

Neben dem Stadtcafé selbst führte der Investor die rund 80 Besucher auch durch ein Gebäude auf der anderen Straßenseite, das ebenfalls Teil der Jugendherberge werden soll. "Nur so kommen wir auf die 130 Betten, die derzeit im Plan stehen", erklärte Zinner. Noch ist alles leer und baufällig. Doch Zinner wertet die Zeichen vom Deutschen Jugendherbergsverband als positiv. Schließlich sehe der Verband die Stadt Zschopau inklusive ihrer Ideen als "etwas Besonderes" an.

Verband muss noch zustimmen

Das neue Verkehrskonzept käme dem Projekt ebenso zugute wie die Nutzung des Seminargartens als Grünfläche. "Nun geht es darum, den geplanten Vertrag mit dem Verband neu abzustimmen", so Zinner. Bis Juni soll das Präsidium des Deutschen Jugendherbergsverbandes darüber entscheiden. Im Fall einer Zusage könnte sich der Investor einen Baubeginn im Frühjahr 2019 vorstellen.