Ausstellung der FC Bayern Erlebniswelt in Oelsnitz

Geschichte Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Im Saxosport Museum in Oelsnitz ist eine Sonderausstellung aufgebaut, die unter der Überschrift "Verehrt - Verfolgt - Vergessen. Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München" läuft. Es ist eine Wanderausstellung der FC Bayern Erlebniswelt. "Wir sind sehr froh, dass diese Ausstellung in Oelsnitz Station macht, denn das Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen", sagt Erik Kiwitter vom Saxosport-Museum.

 

Das Geschehene nicht klein reden

Manchmal habe man in der heutigen Zeit immer mehr das Gefühl, dass es Menschen gibt, die das, was damals passiert ist zwischen 1933 und 1945, klein reden oder relativieren, so Kiwitter. Es sei wichtig, das Thema ins Gespräch zu bringen. In der Sonderschau haben Besucher die Gelegenheit in die Geschichte des FC Bayern München einzutauchen und mehr über ein dunkles Kapitel zu erfahren. Wie Andreas Wittner von der FC Bayern Erlebniswelt erklärt, der gleichzeitig Kurator der Wanderausstellung ist, sei man seit 2016 damit in ganz Deutschland unterwegs.

Die Ausstellung besteht aus Rollups, die vollgepackt sind mit Inhalt. Da werden geschichtliche Details dargestellt mit Zahlen und Fakten und man stellt Persönlichkeiten des FC Bayern München aus damaliger Zeit vor. Der Verein ist stark jüdisch geprägt. Auf einer Weltkarte, die ebenfalls zu sehen ist, sind aktuell 56 Biografien dargestellt. Auch Führungskräfte, wie Präsident Kurt Landauer oder Jugendfunktionär Otto Beer, waren jüdischer Herkunft. Wie Andreas Wittner erklärt, wisse man, dass 26 Vereinsmitglieder ermordet wurden.