Ausverkaufte Preview des Erzgebirgskrimis: Was Komparsen über die Dreharbeiten sagen

Einblicke hinter die Kulissen des Winterstein-Theaters

Annaberg-Buchholz

Armin Friedrich aus Marienberg gehörte am Donnerstagabend zu den Gästen im Winterstein-Theater. Dort ging es diesmal nicht um ein Bühnenstück, sondern um einen Fernsehfilm. Über die Leinwand, die auf der Bühne stand, flimmerte die neuste Folge des Erzgebirgskrimis im Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve) und Försterin Saskia Bergelt (Tereas Weißbach). Dass Friedrich im Publikum saß, war kein Zufall. Er gehörte zu den Komparsen, die die Produktion der Folge "Mordholz" unterstützten.

Mediziner als Komparse im Einsatz

Der promovierte Mediziner im Ruhestand war als Gast im Frohnauer Hammer zu sehen. "Er gehört zu den wenigen Komparsen, die in diesem Film richtig gut zu sehen sind", erklärt Robby Schubert aus Gelenau, der als zweiter Regieassistent fungierte. Friedrich jedenfalls war vom Film begeistert: "Ich fand ihn sehr spannend." Von den umfangreichen Dreharbeiten allerdings bekomme man als Komparse wenig mit. Trotzdem fand Friedrich Spaß am "schauspielern". Deshalb wirkte er auch gleich in der 16. Folge mit. "In der Folge Mordholz habe ich meine eigenen Klamotten angezogen, in der anderen Folge wurde ich eingekleidet", erzählt der 75-Jährige. Für die Auftritte gibt es eine kleine Gage. Diese sei aber nicht der Grund, warum er als Komparse zur Verfügung stehe.

Komparsin für eine Collage

Ebenfalls als Komparsin stand Jenny Kunau aus Frohnau vor der Kamera. Sie muss schmunzeln, als sie über ihre Aufgabe berichtet. "Ich komme als Fotocollage an einer Wand im Film vor", sagt sie. Im "wahren" leben ist Jenny Kunau Auenoptikerin und arbeitet bei einem Augenarzt in Marienberg. Und wie kam sie zum Film? "Ich schaue den Erzgebirgskrimi schon lange. Es war schön, einmal kurz dabei zu sein und hinter die Kulissen zu schauen." Dabei habe sie überhaupt nicht gewusst, was auf sie zukommt. "ich war auch ein bisschen aufgeregt." Auch von ihr bekommt der neuste Erzgebirgskrimi ein Daumenhoch.

Applaus für die Folge

Dass der Streifen auch bei den Gästen im restlos ausverkauften Winterstein-Theater ankam, zeigte sich am langanhaltenden Applaus und an der interessiert geführten Gesprächsrunde im Nachgang der Preview. So erfuhren die Gäste beispielsweise, dass der Ersatz von Lara Mandoki noch nicht gefunden ist. Die 36-jährige steigt aus der Serie aus. Produzent Clemens Schaeffer erzählt dem Publikum aber, dass es bereits Castings gegeben habe und er recht bald eine Nachfolgerin präsentieren wird.

Bleibt Leonie Brill der Serie treu

Offen blieb auch die Frage, ob Leonie Brill, die Forstpraktikantin Leonie Kampmann dem Krimi erhalten bleibt. Teresa Weißbach sagte dazu: "Das wünscht sich die Försterin." Kritik gab es an der Ausstattung des Films. Die Wohnungen der Protagonisten muten wie aus einer anderen Zeit an. Schauspielerin Weißbach kann diese Kritik nachvollziehen: "Ich kenne in dieser Altersgruppe niemanden, der so wohnt." Den Erfolg der Serie schmälert das aber nicht. Zudem versprach Produzent Schaeffer, dass in einer ebenfalls bereits abgedrehten Folge, noch mehr von der Stadt Annaberg-Buchholz zu sehen sein werde.